In kurzer Zeit sind im schwäbischen Landkreis Donau-Ries gleich vier Autofahrerinnen und Autofahrer mit Wildtieren kollidiert. Wie die Polizei mitteilte, erfasste zunächst ein Auto einen Hasen auf einer Kreisstraße. Dann folgten innerhalb weniger Stunden drei Unfälle mit Rehen. In allen Fällen starben die Tiere. Die Fahrer und Fahrerinnen der Fahrzeuge bleiben unverletzt. Der finanzielle Gesamtschaden beläuft sich auf 18.000 Euro.
Die Vorfälle werfen Fragen auf. Denn sie sind in Donau-Ries keine Seltenheit. Im Gegenteil: Laut Polizei ist der Landkreis seit Jahren ein Hotspot für Wildunfälle. Jährlich gibt es mehr als 1.000 Wildunfälle - mehr als den meisten anderen bayerischen Landkreisen. „Es kracht am laufenden Band“, sagte ein Polizeisprecher. Über die Ursachen rätseln Behörden, Politik und Jagdexperten laut Polizeiaussagen noch. Bis sie gefunden sind, helfe nur eines: langsam fahren.
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