Wer war der Mann, der vor zehn Jahren in Ansbach viele Menschen in den Tod reißen wollte? War er zufällig in Ansbach? Steuerte ihn eine Terrorzelle des Islamischen Staats zu einem Bombenattentat beim Ansbach Open? Zehn Jahre nach dem Anschlag sind viele Fragen offen. Am meisten ist über seine letzten Minuten bekannt.
Am Sonntag, 24. Juli 2016, gegen 21.30 Uhr taucht Mohammed D. in der Pfarrstraße am Eingang zur Reitbahn auf. Er trägt einen schwarzen Rucksack und bleibt überrascht stehen, als er die starke Sicherheitskontrolle sieht. Damit hat er nicht gerechnet. Er hat sich nicht einmal eine Eintrittskarte gekauft, ging bei den Ansbach Open vielleicht von freiem Eintritt aus, war nicht an den zwei vorhergehenden Abenden hier, um sich ein Bild zu machen.
Der 27-Jährige hält zehn Meter Abstand zum Eingang, greift zum Handy und schreibt einem Mann mit einer Nummer in Saudi-Arabien. Der fordert ihn per Chat auf, einfach durch die Kontrollen durchzulaufen. Doch das ist wegen der Sicherheitskräfte und der Enge in dem drei Meter schmalen Torbogen schlicht unmöglich. Der Chat-Partner kennt die örtliche Lage nicht und wird wütend. „Mann, was ist mit dir los?“
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