Radwegstreit zwischen Ansbach und Leutershausen: Aachener Fachleute sollen helfen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 03.02.2026 07:00

Radwegstreit zwischen Ansbach und Leutershausen: Aachener Fachleute sollen helfen

Hier, auf der alten Trasse der Staatsstraße entlang des Scheerweihers, will die Stadt Ansbach den Radweg verwirklichen. (Foto: Winfried Vennemann)
Hier, auf der alten Trasse der Staatsstraße entlang des Scheerweihers, will die Stadt Ansbach den Radweg verwirklichen. (Foto: Winfried Vennemann)
Hier, auf der alten Trasse der Staatsstraße entlang des Scheerweihers, will die Stadt Ansbach den Radweg verwirklichen. (Foto: Winfried Vennemann)

Jahrelang haben die Städte Ansbach und Leutershausen über den Trassenverlauf des geplanten Radweges zwischen dem Leutershäuser Stadtteil Lengenfeld und dem Ansbacher Stadtteil Schalkhausen gestritten. Jetzt ist man auf eine eigentlich naheliegende Idee gekommen: Es wurde ein Fachbüro engagiert, das eine „Vorzugsvariante” erarbeiten soll.

Worum geht es? Seit gut zehn Jahren gibt es beim Staatlichen Bauamt Ansbach Planungen für eine durchgängige Radweg-Verbindung zwischen Leutershausen und Ansbach entlang der Staatsstraße 2246. Ein Teil der Strecke ist auch bereits gebaut. Doch seit Jahren können sich die Städte Ansbach und Leutershausen nicht auf den Verlauf der Strecke zwischen den Dörfern Lengenfeld und Schalkhausen einigen.

Während Leutershausen und das Staatliche Bauamt einen Trassenverlauf südlich entlang der Staatsstraße bevorzugen, pochen die Ansbacher darauf, dass der Radweg über die alte Staatsstraßen-Trasse nördlich der Bahnstrecke und entlang dem Scheerweiher verlaufen soll.

Das wichtigste Argument aus Leutershäuser Sicht: Für Alltagsradler, zum Beispiel Berufspendler, sei die Variante entlang der Staatsstraße sicherer und bequemer. Die Ansbacher argumentierten, dass ihre Variante nur einen Bruchteil der Kosten verursachen würde. Außerdem würde weniger Fläche versiegelt, weil man bestehende und bereits asphaltierte Strecken nutzen und sich so auch die Verhandlungen mit Grundstücks-Eigentümern sparen könne.

Die Fronten waren lange Zeit verhärtet

Die Fronten schienen lange Zeit verhärtet, bis Leutershausens Bürgermeister Markus Liebich einen eigentlich naheliegenden Vorschlag machte: Ein Fachbüro für Verkehrsplanung solle einen „neutralen Blick” auf die verfahrene Sache werfen. Daraufhin gab es Gespräche Liebichs unter anderem mit dem Ansbacher Bürgermeister Dr. Markus Bucka, der auch Vorsitzender des Umwelt- und Verkehrsausschusses ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Man wurde sich einig, inzwischen hat der Leutershäuser Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, ein Fachbüro zu engagieren. In Ansbach hat Oberbürgermeister Thomas Deffner dem Vorschlag zugestimmt, hier war kein Stadtrats-Beschluss notwendig, weil die benötigte Summe unterhalb der Verfügungsgrenze des OB liegt. Das Gremium wurde in der jüngsten Sitzung darüber informiert.

Inzwischen ist ein Aachener Fachbüro für Verkehrsplanung engagiert, die Kosten für die Machbarkeitsstudie teilen sich die beiden Städte je zur Hälfte. Ansbachs Stadtplanerin Andrea Heinlein teilte im Stadtrat mit, die Arbeit des Fachbüros werde rund acht Monate dauern, sodass die vom Büro erarbeitete „Vorzugsvariante” im Herbst in den Gremien der beiden Städte vorgestellt werden könne. So könne noch 2026 mit einer endgültigen Entscheidung über den Trassenverlauf gerechnet werden.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
north