Mit einer Kundgebung und einer Parade will die queere Gemeinschaft aus Ansbach und Umgebung den Christopher Street Day (CSD) feiern. „Freiheit hat viele Farben” heißt es am Samstag, 8. November, ab 14 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz.
Der Jugendrat Ansbach hat zusammen mit einer ganzen Reihe an Partnern den Winter-CSD auf die Beine gestellt. Ab 14 Uhr demonstrieren Menschen aus der Region gemeinsam für Liebe, Vielfalt und Freiheit, heißt es in der Ankündigung. Der Winter-CSD will ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen.
Redebeiträge wollen sich mit Themen wie Gleichberechtigung, Vielfalt und Akzeptanz beschäftigen. Auf der Bühne werden Vertreterinnen von „Omas gegen Rechts”, Sandra Wißgott, die den Trans-Ident-Selbsthilfeverein in Ansbach gegründet hat, und Klara Trenker vom Jugendrat in Ansbach stehen.
Der CSD soll ein „fröhliches Fest” und ein „Tag der Sichtbarkeit” werden. Zugleich soll es eine Möglichkeit für alle sein, um sich zu zeigen. Motto: „Ich bin, wie ich bin –und das ist gut so.” Die Veranstaltung will für Akzeptanz, Gleichberechtigung und ein offenes Miteinander in Ansbach und darüber hinaus werben.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Jugendrat Ansbach mit Unterstützung von der „queeren Hochschulgruppe Ansbach”, der Linksjugend Solid, der Grünen Jugend Ansbach, dem „Bunten Bündnis Ansbach”, der Partei Die Linke, dem SPD-Kreisverband Ansbach-Stadt und „Frankenpride”.
Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Er versteht sich als fröhliche Demonstration von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans-, intersexuellen und queeren Menschen (LGBTIQ+), die damit für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz auf die Straße gehen. Auslöser war eine Polizei-Razzia in der Bar „Stonewall Inn” in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969. Zum ersten Mal widersetzten sich die Homosexuellen der Polizei. Ein Jahr später gab es eine Demo, um an das Ereignis zu erinnern. Das gilt als Initialzündung der Schwulenbewegung.
In den meisten Städten wird der CSD im Sommer gefeiert, aber es gibt keinen festen Termin. Ansbach hat sich nun für den November entschieden, um die Veranstaltung wiederzubeleben. Vor der Corona-Pandemie hatte es in der Stadt schon einen CSD gegeben.