Wie geht es mit dem Kindergarten in Burk weiter? In der Sitzung des Gemeinderates waren die aktuellen Verhältnisse genauso Thema wie der Blick in die Zukunft.
Mehrere Monate lang hatte sich das Thema Kindergarten in Burk gezogen. Klar war lange nur, dass der Bedarf an Plätzen in der Krippengruppe nicht ausreicht und Abhilfe geschaffen werden muss. Dazu entschloss sich die Gemeinde, für das im September begonnenen Kindergartenjahr zusätzliche Container anzumieten. „Eine schnelle Lösung”, bringt es Bürgermeister Georg Held auf den Punkt.
Nun wurde neben das bestehende Gebäude, in dem der evangelische Kindergarten „Zum guten Hirten” untergebracht ist, eine Containeranlage mit mehreren zusammenhängenden Einzelmodulen gesetzt. Wie der Bürgermeister im Gemeinderat laut Protokoll erklärte, soll die jetzt realisierte Lösung „nur ein kurzzeitiges Provisorium darstellen”.
Es ist deshalb unumgänglich, hieß es in der Sitzungsvorlage, dass „schnellstmöglich mit allen Beteiligten Gespräche bezüglich der weiteren Planungen aufgenommen und zügig weitergeführt werden”. Diesen Prozess galt es, in Gang zu setzen, führt Held aus.
Allerdings berge das ein großes Problem: Es sei schwierig bis nicht zu prognostizieren, wie sich die Geburtenrate in Burk entwickle. Erblickten in jüngerer Vergangenheit im Schnitt meist zehn Kinder pro Jahr das Licht der Welt in der Gemeinde, weist die Zahl für 2025 bislang nur die Hälfte aus.
Vorgesehen ist nach aktuellem Stand, die Containerlösung nur für zwei Jahre aufrechtzuerhalten und dabei die laufenden Statistiken im Auge zu behalten. „Wir wollen uns alle Optionen offenhalten”, erklärt Held auf Nachfrage der FLZ. Sprich Anbau an das bestehende Gebäude, Neubau oder Umzug in eine andere Immobilie.
Für den laufenden Betrieb muss allerdings nachgebessert werden, wie in der Gemeinderatssitzung deutlich wurde. Ein Teil der bei der bauaufsichtlichen Begehung der Container geforderten Maßnahmen ist laut Held bereits umgesetzt. Als dringlichste Anschaffung wurde ein passender Wickeltisch für die Krippenkinder für rund 1900 Euro besorgt, bis dahin musste dieser Vorgang auf Bierzelttischen im Schlafraum geschehen.
Zudem sind Schallschutzelemente empfohlen, die in Kürze vom Hausmeister angebracht werden, wie es in der Sitzung hieß. Erledigt ist das Problem der Abdichtung der Container, die im Eingangsbereich Mängel aufwiesen, die sich laut Bürgermeister aber schnell und einfach beheben ließen. Noch nicht gelöst ist im Hinblick auf die bevorstehenden kalten Monate die fehlende Wärmedämmung des Fußbodens. „Das hatten wir nicht auf dem Schirm”, räumt der Bürgermeister ein, versichert aber: „Auch dafür werden wir eine Lösung finden.”