Protest gegen geplantes Umspannwerk bei Uffenheim wächst: Informationen gefordert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.10.2025 07:00

Protest gegen geplantes Umspannwerk bei Uffenheim wächst: Informationen gefordert

In Rudolzhofen werden derzeit Bedenken gegen die Tennet-Pläne für ein Umspannwerk laut. Der Uffenheimer Bürgermeister Wolfgang Lampe hat im Stadtrat gesagt, was er derzeit über das Projekt weiß. (Symbolbild: Heinz Wranschitz)
In Rudolzhofen werden derzeit Bedenken gegen die Tennet-Pläne für ein Umspannwerk laut. Der Uffenheimer Bürgermeister Wolfgang Lampe hat im Stadtrat gesagt, was er derzeit über das Projekt weiß. (Symbolbild: Heinz Wranschitz)
In Rudolzhofen werden derzeit Bedenken gegen die Tennet-Pläne für ein Umspannwerk laut. Der Uffenheimer Bürgermeister Wolfgang Lampe hat im Stadtrat gesagt, was er derzeit über das Projekt weiß. (Symbolbild: Heinz Wranschitz)

Im Scheinfelder Raum ist der Protest gegen das dort geplante, große Umspannwerk in vollem Gange. Nahe des Uffenheimer Teilorts Rudolzhofen soll nun ebenfalls ein solches Bauwerk entstehen. Wie Bürgermeister Wolfgang Lampe am Donnerstagabend im Stadtrat berichtete, hält sich auch dort die Begeisterung in Grenzen.

Der niederländische Stromnetzbetreiber „Tennet” und die Bundesnetzagentur kümmern sich derzeit gemeinsam um den Ausbau des Stromnetzes. Zwei große Projekte dafür sind auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim geplant – Umspannwerke, wohl bei Hohlweiler und Rudolzhofen. Lampe kritisierte nun im Stadtrat die sehr sparsame Informationspolitik von Tennet.

In Hohlweiler weisen zwei großformatige Transparente auf Widerstand gegen das geplante Umspannwerk beziehungsweise dessen Größe hin. (Foto: Andreas Reum)
In Hohlweiler weisen zwei großformatige Transparente auf Widerstand gegen das geplante Umspannwerk beziehungsweise dessen Größe hin. (Foto: Andreas Reum)

Geplantes großes Umspannwerk bei Scheinfeld: Bürger kritisieren Standort

Es soll so groß werden wie 35 Fußballfelder. Anwohner wollen es weiter weg von ihren Häusern rücken. Am 8. Oktober gibt es einen Info-Markt.
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Lampe war mehrfach in Kontakt mit Tennet

Im Uffenheimer Raum werde die bestehende 110-kV-Freileitung durch eine 380-kV-Trasse ersetzt. In diesem Zuge ist auch ein größeres Umspannwerk nötig. Tennet habe dafür drei Suchbereiche definiert: nahe des Simmershöfer Ortsteils Adelhofen, bei Wallmersbach und unweit von Rudolzhofen. Wie Lampe nun erfahren hat, werde der Rudolzhofen-Standort priorisiert.

Deshalb habe er auch den Ortsbeirat in einer Sitzung besucht, so der Bürgermeister. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Rudolzhofen zum Zuge kommt, ist groß.” Im Ort gebe es allerdings doch einige Bedenken der Bürgerinnen und Bürger. Lampe listete beispielsweise die Größe von rund 25 Hektar und das Brummen auf. Er habe mit Tennet mehrfach Kontakt gehabt, doch die Fakten, die geteilt werden, „sind äußerst mager. Ich bleibe dran, um Bürgerinformationen rauszuziehen.”

Viel Hoffnung, das Projekt womöglich doch woanders anzusiedeln, wollte und konnte der Uffenheimer Bürgermeister aber nicht machen: „Die komplette Hoheit liegt bei Tennet neben der Bundesnetzagentur. Die Stadt und auch der Landkreis haben keine Einflussmöglichkeiten, wir können nur bitten.”

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Außengrenze rund 350 Meter entfernt

Nach seinen bisherigen Informationen liege die Außengrenze des Umspannwerks rund 350 Meter entfernt vom ersten Haus in Rudolzhofen, südlich der bestehenden Bahnlinie, zwischen Aussiedlerhof und Wald, präzisierte Lampe im Gespräch mit unserer Redaktion. Dann kämen noch der Zaun und eine Grünfläche hinzu, ehe die ersten elektrotechnischen Bauelemente folgen.

Zum Umspannwerk bei Rudolzhofen sei auch eine Informationsveranstaltung mit Tennet, Stadt, Landratsamt und Regierung von Mittelfranken geplant, ein Termin stehe aber noch nicht, informierte Lampe. Ins Auge gefasst sei der 27. Oktober. In Bergrheinfeld habe schon eine Besichtigung einer vergleichbaren Anlage mit einer Stadtdelegation und Bürgern stattgefunden. Bis 2037/2045 soll das Umspannwerk im Uffenheimer Raum dann stehen.

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