Projekt in Feuchtwangen: Sicherheit und Gesundheit am Bau | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 23.06.2023 07:20

Projekt in Feuchtwangen: Sicherheit und Gesundheit am Bau

Damit hier das Praxiszentrum der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft im kommenden Jahr Platz findet, wird das Haus 1 auf dem Areal der Bayerischen BauAkademie derzeit entkernt: Über den Stand der Arbeiten informierte jetzt Geschäftsführerin Gabriela Gottwald zusammen mit Feuchtwangens Rathauschef Patrick Ruh (rechts) und drittem Bürgermeister Herbert Lindörfer. (Foto: Peter Zumach)
Damit hier das Praxiszentrum der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft im kommenden Jahr Platz findet, wird das Haus 1 auf dem Areal der Bayerischen BauAkademie derzeit entkernt: Über den Stand der Arbeiten informierte jetzt Geschäftsführerin Gabriela Gottwald zusammen mit Feuchtwangens Rathauschef Patrick Ruh (rechts) und drittem Bürgermeister Herbert Lindörfer. (Foto: Peter Zumach)
Damit hier das Praxiszentrum der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft im kommenden Jahr Platz findet, wird das Haus 1 auf dem Areal der Bayerischen BauAkademie derzeit entkernt: Über den Stand der Arbeiten informierte jetzt Geschäftsführerin Gabriela Gottwald zusammen mit Feuchtwangens Rathauschef Patrick Ruh (rechts) und drittem Bürgermeister Herbert Lindörfer. (Foto: Peter Zumach)

Ihr neues Praxiszentrum für ganz Süddeutschland wird die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) im Sommer 2024 auf dem Areal der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangens Norden beziehen. Dann sollen hier alle am Bau Beteiligten in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit geschult werden.

Die dafür notwendigen Vorarbeiten haben bereits begonnen: Derzeit wird Haus 1, wo Büros, Konferenz- und Unterrichtsräume unterkommen sollen, entkernt. Indes startet der Umbau von Halle 15 für die praktische Schulung unmittelbar nach der Internationalen Fachmesse für den Fußbodenbau EstrichParketFliese (EPF), die am Donnerstag eröffnet worden ist. Wie BauAkademie-Geschäftsführerin Gabriela Gottwald am Mittwochabend dem Stadtrat berichtete, erwartet sie bei der EPF 2023 bis zum morgigen Samstag 800 bis 1000 Mitwirkende sowie 2500 bis 3000 Besucher aus der Branche.

Derzeit 3500 Personen bei Fortbildungen

Derweil kommen alljährlich rund 3500 Fachleute, aber auch Quereinsteiger in die BauAkademie, um sich in dem Fort- und Weiterbildungszentrum des bayerischen Baugewerbes in Bau- und Maschinentechnik, Management oder Digitalisierung unterrichten beziehungsweise weiterqualifizieren zu lassen. Und wenn das BG-BAU-Praxiszentrum 2024 in Betrieb geht, dann rechnen Geschäftsführerin Gottwald, Rathauschef Patrick Ruh und dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, wie sie bei einem Pressegespräch vor der Ratssitzung sagten, mit noch einmal deutlich mehr Personen in Feuchtwangen.

Als eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland betreue die BG BAU als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für die Bauwirtschaft sowie für baunahe Dienstleistungen mehr als drei Millionen Versicherte in rund 567.000 Betrieben und etwa 58.000 private Bauvorhaben, erklärte Gottwald. Um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu verhindern, informiere die BG alle ihre Mitglieder sowie deren Beschäftigte in Theorie und Praxis präventiv – beispielsweise in Sachen Staub, UV-Strahlung, Arbeitsgeräte, Befestigungen und Absicherungen.

Standort Nürnberg wurde zu klein

Als Grund für den Umzug des Praxiszentrums nach Feuchtwangen nannte die Geschäftsführerin die räumliche Situation im bisherigen Zentrum der BG in Nürnberg. Dieses sei für „das große Spektrum der Themen“ inzwischen zu klein. Und während dort der Platz für eine Erweiterung fehle, könne die BauAkademie „sehr gute Bedingungen“ für das neue Praxiszentrum Süd bieten. „Zugleich ergänzen sich unsere Angebote für die Baubranche, so dass hier alle profitieren werden.“

Mehr aus diesem Ort
Land-Gast-Hof Walkmühle: Zu Gast bei guten FreundenDas Feuchtwanger Altstadtfest verspricht Kurzweil für alle GenerationenDebatte um Sanierung der Roßmühle in Feuchtwangen nimmt „merkwürdige Schlagseite“Waschmaschine für Kreuzgang-Ensemble: Praktische Hilfe vom FördervereinVereine aus der Region: Mit einem Klick zur richtigen TabelleTheaterspaziergang der Kreuzgangspiele: Spannende Ecken und nahes SchauspielFeuerwehr im Einsatz bei Brand in Feuchtwangen: Müllhaufen sorgte für RauchsäuleKönigshofen und Petersaurach setzen sich in der Kreisliga-Relegation durchMitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-ProjektInteressengemeinschaft macht gegen große Biogas-Anlage in Feuchtwangen mobilFußball-Kreisliga 1: Arberg sichert sich dank Last-Minute-Treffer die RelegationBesuch aus Südbrasilien: Lustige Volkstanzgruppe Bergtal kommt nach FeuchtwangenStreit unter Fahrern eskaliert: Tierabwehrspray und Bedrohungen im Raum AnsbachAutobahnkreuz der A6 und der A7 bei Feuchtwangen: Fahrzeug brennt komplett ausSchillingsfürst feiert Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga 1

Aber auch für die Stadt sei das künftige Angebot ein Gewinn, betonten Bürgermeister Patrick Ruh und sein zweiter Stellvertreter Herbert Lindörfer: Das Vorhaben bezeichneten sie als „wichtigen Mosaikstein zur Weiterentwicklung des Baukompetenzzentrums“ mit der BauAkademie, dem Hochschulcampus sowie den Stadtwerken in Feuchtwangens Norden. Denn viele Schulungsteilnehmer blieben in ihrer Freizeit nicht nur dort, sondern besuchten die heimische Gastronomie, kauften hier ein und nähmen die Kulturangebote vor Ort wahr.

Höherer Anbau für Schulung mit Leitern

Wie die Gebäude, die die BG BAU später nutzen wird, einmal aussehen werden, zeigte Gabriela Gottwald im Stadtrat anhand von 3-D-Animationen. Demnach wird in Haus 1, wo die Arbeiter bereits mit der Entkernung beschäftigt sind, Raum für Büros und Schulungsräume geschaffen, während die ebenfalls noch aus der Bundeswehrzeit stammende Kalthalle 15 für Fahrzeuge jetzt zu einer Warmhalle umgestaltet wird. Hier sollen später alle am Bau verwendeten Werkzeuge verfügbar sein. Zudem entsteht ein etwas höherer Anbau, in dem den Lehrgangsteilnehmern der sichere Umgang mit Leitern vermittelt wird.

Insgesamt handle es sich bei dem Projekt um „einen großen Batzen“ für die Bayerische BauAkademie, den die Geschäftsführerin allerdings nicht bezifferte. Darüber hinaus entstünden auf dem Areal neue Arbeitsplätze, sagte Gottwald zu und sprach von „einer Investition in die Zukunft“ sowie von einer „nachhaltigen Entwicklung dieser tollen Anlage“.

north