In der Grund- und Mittelschule Schillingsfürst ging es heiß her beim Aktionstag der Feuerwehren. Mittendrin: Das Präventionstheaterstück „Marco und das Feuer“, präsentiert von der Tournee-Oper Mannheim.
Man möchte den Kindern der Jahrgangsstufen 1 bis 4 die Gefahren aufzeigen, die beim unsachgemäßen Umgang mit Feuer auftreten, erklärte Ralf Bitter, der für die Kinder- und Jugendfeuerwehren in Mittelfranken zuständig ist. Dazu wurden Stationen aufgebaut.
Die Wehren aus Schillingsfürst und Oestheim waren vor Ort. Sie zeigten den Kindern, wie es in einem Feuerwehrauto aussieht und womit es ausgestattet ist. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, was besonders leicht entflammbar ist und wie man sich bei einem Feuer richtig verhält.
Fachbereichsleiter für die Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung ist Stefan Sterner aus Schillingsfürst. Einmal im Jahr möchte er im Landkreis Ansbach eine solche Veranstaltung durchführen. Rund 700 Kinder und 1200 Jugendliche sind aktive Mitglieder in den Feuerwehren im Landkreis Ansbach. Bitter fragte in die Eröffnungsrunde, wer denn bei der Feuerwehr mitmachen möchte. Viele Finger zeigten nach oben, die Begeisterung ist groß.
Landrat Dr. Jürgen Ludwig betonte, die ehrenamtliche Leistung der Feuerwehrlerinnen und Feuerwehrler sei unverzichtbar. Alle, die sich bereiterklärten, beim Aktionstag mitzuwirken, hätten sich Urlaub genommen, um den Kindern viel zeigen zu können. Für die Lehrkräfte sei dies ein Extraaufwand, und er dankte allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen hatten.
Schulleiter Manfred Rohner freute sich, dass die Präventionsveranstaltung in diesem Jahr in Schillingsfürst stattfand. Er dankte nachdrücklich den Feuerwehrleuten für ihr großes Engagement, ebenso den Lehrkräften, die die Kinder vorbereitet hatten.
Gebannt verfolgten die Kinder das rund einstündige Theaterstück „Marco und das Feuer“. Zwischendurch durften sie sich beteiligen und beim ein oder anderen Rap-Song mitmachen. Das Stück erzählt die Geschichte von Marco (Astrid Haas), Lucie (Sina Gross-Beck) und Philipp (Immanuel Mich). Sie sind befreundet, nennen sich die drei Musketiere und spielen Fußball zusammen. Das wird allmählich zu langweilig. Ob man nicht mal ein Lagerfeuer im Wald machen könnte? Lucie ist vorsichtig und so beschließen die beiden Jungs, dass sie das alleine durchziehen, aber erst übermorgen.
Marco interessiert sich für die Feuerwehr, denn sein Papa ist Feuerwehrmann. Und der hat mehr zu tun, als nur Brände zu löschen. Dazu gehört die Fahrzeugpflege und das Instandhalten der Schläuche. Auch muss hin und wieder ein Tier gerettet werden. Spielerisch gelingt es, einen fiktiven Ölbrand in der Schnitzelpfanne zu löschen – natürlich nicht mit Wasser, er muss erstickt werden, mit dem Topfdeckel und einer Löschdecke. Und zum Glück gibt es Rauchmelder: Der schlägt an, als Marcos Mutter versehentlich das Bügeleisen angeschaltet lässt.
Immer wieder tritt Angelina auf – im weißen Gewand. Sie ist das Gewissen des Stücks, meldet sich, wenn Gefahr droht, gemäß dem Motto „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.“ Mit wenigen Handgriffen wurde die Bühne umgebaut, verwandelte sich von der Küche zur belebten Straße hin zur Waldkulisse. Dort hatte Marco eigentlich ein Warnschild gelesen: „Brandgefahr. Feuer verboten!” Trotzdem: Philipp und Marco zünden ein Feuer an, das immer größer wird. Zum Glück hat Lucie die Feuerwehr alarmiert, die rechtzeitig zum Löschen kommt – diesmal mit einem echten Feuerwehrler. Es ist alles nochmal gut gegangen, ja, aus Schaden wird man klug.
Die drei Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpften während des Spiels in wechselnde Rollen. Sie schafften es, die Kinder in das Geschehen einzubeziehen und sie im Anschluss zu Fragen zu motivieren. Dass das Theater finanziert werden konnte, sei Spenden zu verdanken, so Ralf Bitter. Einen verbleibenden Rest von etwa 700 Euro übernimmt der Schulverband.