Die Polizei hat in Erkrath bei Düsseldorf einen bewaffneten Mann niedergeschossen und schwer verletzt. Er sei auf einer Straße mit einem größeren Küchenmesser in der Hand auf die Beamten zugelaufen und habe sie bedroht, teilte die Polizei mit. „Um einen Angriff mit dem Messer abzuwehren, wurde geschossen“, sagte ein Polizeisprecher.
Eine Mitarbeiterin eines Kindergartens habe den bewaffneten Mann gesehen, als er an der Kita vorgelaufen sei, und daraufhin die Polizei alarmiert. Polizisten hätten ihn kurz darauf gestellt. Dann sei der Schuss gefallen. Bei dem Verletzten handele es sich um einen 59-Jährigen. Weitere Menschen seien nicht verletzt worden.
Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei sei in Erkrath nach dem Notruf gegen 9.55 Uhr sofort mit vielen Kräften zum Einsatzort geeilt. „Wir haben die Situation sehr ernst genommen“, sagte der Sprecher. Am Einsatzort lägen zwei Kindertagesstätten.
Der verletzte Verdächtige sei nach erster medizinischer Versorgung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Spurensicherung lief noch Stunden später. Die Spuren ließen darauf schließen, dass das Geschehen in unmittelbarer Nähe von weniger als 50 Metern vor einem der Kindergärten stattfand.
Dort war später ein Krisen-Team der Polizei postiert, um etwaige Fragen besorgter Eltern entgegenzunehmen. Der Kindergartenbetrieb ging aber weiter.
Unterdessen suchte ein Spürhund der Polizei nach dem abgefeuerten Geschoss, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete. Später zeigte der Hund einen Fund an, der eingesammelt wurde. Ob es sich um das Geschoss handelte, sagte ein Sprecher der Polizei zunächst nicht.
„Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass der Mann die Kita angreifen wollte“, sagte ein Polizeisprecher. Die Dienstwaffe, aus der der Schuss abgegeben worden sei, sei sichergestellt worden und werde untersucht. Aus Neutralitätsgründen übernahm die Polizei Düsseldorf die Ermittlungen zur Schussabgabe.
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