Pläne für eine E-Auto-Ladestation in Merkendorf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.06.2023 10:00

Pläne für eine E-Auto-Ladestation in Merkendorf

Rechts neben dem Radweg ist die Ladestation für Elektroautos geplant. Die Einfahrt zum Rewe-Markt ist genau gegenüber. (Foto: Robert Maurer)
Rechts neben dem Radweg ist die Ladestation für Elektroautos geplant. Die Einfahrt zum Rewe-Markt ist genau gegenüber. (Foto: Robert Maurer)
Rechts neben dem Radweg ist die Ladestation für Elektroautos geplant. Die Einfahrt zum Rewe-Markt ist genau gegenüber. (Foto: Robert Maurer)

Im Bereich der beiden Einkaufsmärkte im Süden Merkendorfs soll eine Schnellladestation für Elektroautos entstehen. Der Stadtrat gab dafür nun grünes Licht. Doch wann die Umsetzung erfolgen kann, ist derzeit fraglich.

Direkt gegenüber der Einfahrt zum Rewe-Markt in der Straße Am Wiesengrund plant Tankstellenbetreiber Klaus Heidingsfelder die Ladestation mit Überdachung. Vier Pkw sollen dort gleichzeitig mit Energie betankt werden können.

Im Stadtrat fand die Idee viel Zustimmung. Roland Lenz lobte den Standort, weil die Autofahrer die Ladezeit zu einem Einkauf in einem der beiden Märkte nutzen können. Das könnte idealerweise sogar dazu führen, dass sich dort noch weitere Geschäfte ansiedeln. Andere Stadträte äußerten sich ähnlich.

Einfahrt soll kein Lkw-Stellplatz werden

Bürgermeister Stefan Bach unterstrich, dass solch eine E-Ladestation eine ganz andere Frequenz habe als eine normale Tankstelle. Insofern sei auch nicht mit einer zu starken Verkehrsbelastung zu rechnen.

Allerdings müssten die Absperrpfosten des Weges zurückversetzt werden, um eine Zufahrt zu ermöglichen – auf Kosten des Unternehmers. Dabei sei darauf zu achten, dass der Weg nicht zur Einladung für Lkw-Fahrer werde, dort zu parken oder zu wenden, wandte Marco Lenz ein. Den Hinweis nahm der Bürgermeister dankbar auf.

Klaus Heidingsfelder hält die Maßnahme für eine gute Idee, um das Familienunternehmen, das seit fast 100 Jahren besteht, fit für die Zukunft und die nächste Generation zu machen. Doch gestaltet sich die Umsetzung aufgrund bürokratischer Hürden sehr schwierig, wie er im Gespräch mit der FLZ berichtete.

Er hat einen Antrag gestellt und ihm wurde eine Förderung zugesagt, allerdings hat der für die vorgesehenen Schnellladepunkte erforderliche Trafo eine mehrmonatige Lieferzeit, die Absprachen mit der N-Ergie ziehen sich deutlich länger als gedacht und aufgrund der Auftragssumme und der Fördergelder ist er verpflichtet, das Ganze öffentlich auszuschreiben. Das Verfahren hierfür sei äußerst komplex und kann wohl nur von Spezialisten fachgerecht vorbereitet werden, klagte Klaus Heidingsfelder.

Eine Umsetzung in diesem Jahr scheint angesichts dieser Auflagen nicht mehr realistisch. Doch spätestens zum Jahreswechsel läuft nach derzeitigem Stand die Förderzusage aus. Heidingsfelder: „Wir scheitern an der Bürokratie.“

Ohne Förderung schwierig

Aufgeben will er aber noch nicht. Der Unternehmer prüft nun, ob der Förderbescheid nicht doch weiter verlängert werden kann oder ob es andere Zuschuss-Töpfe gibt. Denn ganz ohne öffentliche Förderung ist ihm die Investition derzeit zu heikel. Es wisse schließlich keiner, wie sich der Individualverkehr in ländlichen Regionen und die Elektromobilität in den nächsten Jahren entwickeln werden, so Heidingsfelder.

Ein anderes Projekt Heidingsfelders ist hingegen deutlich einfacher zu realisieren, da keine öffentlichen Geldgeber involviert sind: Er will einen Anbau an eine Halle seiner Kfz-Werkstatt errichten. Diese wird etwa 210 Quadratmeter groß und soll zum Einlagern von Teilen und Fahrzeugen dienen. Der Stadtrat stimmte dem ebenfalls einstimmig zu.

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