Pflegen und trainieren: Krankenschwester aus Rothenburg reist zur WM | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.12.2024 08:00

Pflegen und trainieren: Krankenschwester aus Rothenburg reist zur WM

Eine Zeit unter fünf Stunden peilt Johanna Henke bei der Weltmeisterschaft an. (Foto: privat)
Eine Zeit unter fünf Stunden peilt Johanna Henke bei der Weltmeisterschaft an. (Foto: privat)
Eine Zeit unter fünf Stunden peilt Johanna Henke bei der Weltmeisterschaft an. (Foto: privat)

Viel weiter weg geht nicht. Gut 18.000 Kilometer reist Johanna Henke aus Rothenburg, um an der 70.3-Weltmeisterschaft im Triathlon teilzunehmen. Die findet am 14. Dezember in Neuseeland statt.

Taupo ist eine Stadt auf der Nordinsel, gelegen direkt am größten See des Landes. In dem wird geschwommen, 1,9 Kilometer. Es folgen 90 Kilometer auf dem Rad und ein Halbmarathon.

Siegerin blieb unter vier Stunden

Titelverteidigerin in der Profiklasse ist Taylor Knibb aus den USA, die im Vorjahr mit einer Zeit von unter vier Stunden siegte. So schnell wird Henke, die bei den Amateuren antritt, nicht unterwegs sein. „Ich will versuchen, das Rennen zu genießen und eine gute Zeit zu erreichen“, sagt die 28-Jährige. Als gute Zeit gilt alles unter fünf Stunden.

Beim Qualifikationswettkampf in der Schweiz Anfang des Jahres hat sie das geschafft und sich so das WM-Ticket verdient. Im Vorjahr in Portugal blieb sie bei einer Veranstaltung der Ironman-70.3-Serie über fünf Stunden und wurde 13. in ihrer traditionell stark besetzten Altersklasse. Unter der Bezeichnung Ironman 70.3 veranstaltet die World Triathlon Corporation (WTC) ihre Rennserie und vergibt WM-Titel.

Halbmarathonbestzeit steht bei 1:24,37 Stunden

Henke stammt aus Großlangheim, arbeit als Krankenschwester und lebt in Rothenburg. Bei vielen Laufveranstaltungen in der Region war sie schon vorne dabei. Ihre Halbmarathonbestzeit steht bei 1:24,37 Stunden.

Den Triathlon hat Henke, die für den TSV Rothenburg startet, vor wenigen Jahren erst für sich entdeckt. Zunächst nahm sie die kürzeren Strecken in Angriff, darunter auch den Altmühltriathlon in Leutershausen.

Mittlerweile hat sie sich auf die Mitteldistanz spezialisiert. „Da spielt das Schwimmen, in dem ich nicht so gut bin, nicht so die große Rolle. Auf dem Rad und beim Laufen kann ich dann meine Stärken besser ausspielen“, sagt Henke.

15 bis 20 Stunden Training pro Woche

Als Krankenschwester arbeitet sie nur zu rund 75 Prozent. So bleibt mehr Zeit für das aufwendige Training, das etwa „15 bis 20 Stunden pro Woche“ in Anspruch nimmt.

Unterstützt wird sie dabei von Trainer Swen Sundberg aus Herzogenaurach und unterstützt wird sie auch von örtlichen Sponsoren, die unter anderem für den Trip ans andere Ende der Welt Geld zuschießen.

Nur wenige Höhenmeter beim Lauf

Dort wird ein riesiges Starterfeld bestehend aus Profi- und Altersklassenathleten erwartet. Nach dem Schwimmen im Lake Taupo geht es auf die wellige Radrunde mit rund 641 Höhenmetern. Der 21,1 Kilometer lange Lauf findet über zwei Runden am Seeufer statt und weist lediglich 46 Höhenmeter auf.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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