Pfarrerin Simone Fucker feierte einen Abschied und einen Neubeginn im Tiefgrund | FLZ.de

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Pfarrerin Simone Fucker feierte einen Abschied und einen Neubeginn im Tiefgrund

Dekan Jörg Dittmar führte Pfarrerin Simone Fucker in ihr neues Amt ein. (Foto: Helmut Meixner)
Dekan Jörg Dittmar führte Pfarrerin Simone Fucker in ihr neues Amt ein. (Foto: Helmut Meixner)
Dekan Jörg Dittmar führte Pfarrerin Simone Fucker in ihr neues Amt ein. (Foto: Helmut Meixner)

Sie kamen von allen Seiten und erklommen den Berg. Eine Aussage, die treffend beschreibt, dass am Himmelfahrtstag unter dem Gipfelkreuz des Königsberges, am Rande von Erkenbrechtshofen, viel los war, als Pfarrerin Simone Fucker offiziell in ihr neues Amt geleitet wurde.

Für die Menschen, die gekommen waren, war es ein Abschied und ein Neubeginn in gleichen Maßen: Während die evangelischen Christen der Stadt Bad Windsheim Pfarrerin Simone Fucker schweren Herzens Lebewohl sagen mussten, durften sich jene der Tiefgrundpfarrei darüber freuen, nur wenige Wochen nach dem Abschied von Pfarrer Valdir Weber eine neue Geistliche in ihrer Gemeinde willkommen heißen zu dürfen.

Von Dietenhofen über Ansbach nach Dithmarschen

Knapp drei Jahre wirkte die 44-jährige, auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Götteldorf (Pfarrei Dietenhofen) aufgewachsene Theologin in Bad Windsheim. Sie hatte an der Augustana- Hochschule in Neuendettelsau und in Heidelberg studiert, und ihr Vikariat in Ansbach absolviert. Ihre erste eigene Pfarrstelle hatte sie bei der Nordkirche in Dithmarschen in Schleswig-Holstein angetreten.

Die Rückkehr ins Frankenland erfolgte, als sich die Möglichkeit ergab, in Bad Windsheim den dritten Pfarrsprengel übernehmen zu können. Nicht nur dort, sondern auch in den Schulen und Kindertagesstätten wird man die offene Art und die Herzlichkeit der Pfarrerin vermissen. Somit hieß sowohl für die Gemeindeglieder als auch für die Kinder von Sankt Lukas sowie deren Erzieherinnen am Donnerstag „Tschüss sagen“. Aus den Augen verlieren wird man sich garantiert nicht, denn die Distanz zwischen dem alten und dem neuen Wirkungskreis ist durchaus überschaubar.

Wunsch erfüllt: Nur kurze Vakanz für die Pfarrei

Wäre es nach den Regularien der Landeskirche gegangen, hätte es, so Dekan Jörg Dittmar „so wie es gekommen ist, gar nicht kommen dürfen.“ Simone Fuckers Verweildauer in Bad Windsheim währte bis dato noch keine fünf Jahre, zudem würde einer Pfarrei nach dem Weggang ihres alten Seelsorgers „von oben her“ eine halbjährige Pflichtvakanz auferlegt.

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Dass es anders kam, ist sicherlich auch dem entschiedenen Eintreten der Vertrauensleute aus dem Tiefgrund zu verdanken, die sowohl im Dekanat als auch bei Regionalbischöfin Gisela Bornowski ihr großes Interesse an der Pfarrerin bekundet hatten. Ein Wunsch, der schneller als erwartet in Erfüllung ging.

Erste Predigt unter freiem Himmel

An die rund 900 Seelen der Tiefgrundpfarrei, bestehend aus den Kirchengemeinden Kaubenheim, Rüdisbronn, Berolzheim, Külsheim Oberntief und Humprechtsau, richtete der Dekan die Bitte: „Findet ein Miteinander und verkündet das Evangelium mit Rat, Taten und Worten.“ Pfarrerin Fucker legte ihrer ersten Predigt unter freiem Himmel einen Text aus dem Buch der Könige zugrunde.

Worte, die bei ihren Zuhörern Anklang fanden und die Vertrauensfrau Martina Kapfenberger nach dem vom Gesangverein und vom Posaunenchor musikalisch umrahmten Gottesdienst zu der Aussage bewogen: „Wir freuen uns von ganzem Herzen auf die gemeinsame Zeit mit unserer neuen Pfarrerin.“


Von Helmut Meixner
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