Pfarrerin Kirsten Kemmerer verlässt Linden in Richtung Rosenheim | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 14.10.2025 09:00

Pfarrerin Kirsten Kemmerer verlässt Linden in Richtung Rosenheim

Sehr bewegt nahm Kirsten Kemmerer Abschied von ihrer Pfarrstelle. (Foto: Gudrun Schwarz)
Sehr bewegt nahm Kirsten Kemmerer Abschied von ihrer Pfarrstelle. (Foto: Gudrun Schwarz)
Sehr bewegt nahm Kirsten Kemmerer Abschied von ihrer Pfarrstelle. (Foto: Gudrun Schwarz)

Nach sechseinhalb Jahren nahm Pfarrerin Kirsten Kemmerer in der Markt Erlbacher Kilianskirche Abschied. Sie scheidet von ihrem Dienst in der Pfarrstelle Linden mit Jobstgreuth aus und geht in die Klinikseelsorge nach Rosenheim.

Die in Unterfranken geborene und auch dort aufgewachsene Pfarrerin absolvierte nach ihrem Fachabitur in Technik erst einmal eine kaufmännische Ausbildung mit Anstellung als Industriekauffrau, entschloss sich dann aber zu einer theologisch-seminaristischen Ausbildung in Wuppertal.

Anschließend wirkte sie in einem Verein des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes in Kärnten. Bis 2015 war sie auch als Diözesanjugendreferentin der Evangelischen Jugend Kärnten und Osttirol tätig. Dann führte sie ihr Weg wieder zurück nach Deutschland für ein Studienjahr für Pfarrverwalterinnen in Neuendettelsau. Es folgte ein Vikariat in Großhabersdorf und dann die erste Anstellung in Markt Erlbach für die Pfarrstelle in Linden mit Jobstgreuth.

Nun also möchte sich Kirsten Kemmerer neu orientieren und in die Klinikseelsorge gehen. Dafür wurde sie von ihren Pflichten und Aufgaben als Pfarrerin in der Kirchengemeinde entbunden.

Dienst „mit Herz und Witz“

In Vertretung von Dekanin Ursula Brecht dankte ihre Vertreterin Ines Weimann Kirsten Kemmerer für ihren Dienst, den sie „mit Herz und Witz“ ausgeführt und viele Menschen bei vielen Gelegenheiten begleitet habe.

Das könnte Sie auch interessieren
Abendmusik in Bechhofens Johanniskirche: Eindrucksvolles DuoAusstellung in Bad Windsheim zeigt, wie es in mittelalterlichen Spitälern zugingHeilsbronn: „Babyboomer-Marktsonntag“ erhält bayerischen InnovationspreisDialog in Dinkelsbühl: Käßmann und Bittlinger verbinden Glauben und GesellschaftBibliothek kehrt zurück: Neustadts kostbarster Schatz ist endlich wieder zu HauseAnsbacher Gottesdienst für Rente und Ruhestand: Die Idee hatte ein junger TheologeErinnerung an „Kräuterpfarrer” Heumann: Ausstellung in Elbersroth öffnet erneutElbersroth ehrt „Kräuterpfarrer” Ludwig Heumann mit neuem Rundweg und AusstellungKampf gegen den Klimawandel: In Bad Windsheim findet eine besondere Reihe stattDie prachtvollen Farbfenster der St.-Jakobskirche in Rothenburg sind dokumentiertDie neue Pfarrerin für Jobstgreuth und Linden freut sich auf die Konfiarbeit„Man hat nur eine Chance”: Ein Buchheimer hat sein Hobby zum Beruf gemachtEin Ort zum Innehalten: Was hinter der Burgbernheimer Himmelsbahn stecktNeues Dekanat „An Sulzach und Wörnitz”: Gründungsfeier an symbolträchtigem OrtChristlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ansbach: Veranstalter ziehen Fazit

Auch im Dekanatsbezirk habe sie etliche Aufgaben übernommen, so als Dekanatsjugendpfarrerin. Dabei habe sie nicht immer die leichten, sondern oft auch die scheren Wege genommen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß betonte, Kirsten Kemmerer sei mit ihrer Art eine Bereicherung für die Gemeinde gewesen, die nicht nur Seelsorgerin, Predigerin und Ansprechpartnerin war, sondern auch eine persönliche Freundin und Mitbürgerin mit der besonderen Gabe, den Menschen zuzuhören und dann die richtigen Worte zu finden.

„Man spürte, du lebst, was du predigst und deshalb kam alles auch bei allen an“, sagte Kreß. Als Mitbürgerin habe sich die scheidende Seelsorgerin auch im Bürgerhaus engagiert als Teil des ehrenamtlichen Helferteams.

Viele Impulse für die Region gegeben

Senior Christian von Rotenhan bezeichnete Kirsten Kemmerer als „Wow-Kollegin“, die viele Impulse für die Region gegeben habe. Zum Abschied übergab der Senior ein kleines Kreuz, das die Pfarrerin immer dabei haben kann. Mit bewegenden Ansprachen nahmen auch die Jugendvertreterinnen, der Vorsitzende des CVJM und der Kirchenvorstand Abschied und überreichten Geschenke. „Wir wollen dich eigentlich nicht gehen lassen, sind aber froh, dass du deine Traumstelle gefunden hast, obwohl du ja eigentlich gesagt hast, hier in Markt Erlbach wärst du bereits im Himmel“, formulierte es Ursula Bien.

In Anlehnung an die besondere Eigenart von Kirsten Kemmerer, ihre Haare oft „sehr bunt“ gefärbt zu haben, überreichte ihr der Kirchenvorstand bunte Blumen einschließlich einer passenden Vase. Abschließend bedankte sich Kirsten Kemmerer bei allen für die rührenden Worte und die vielen Geschenke und betonte, dass für sie tatsächlich die Pfarrstelle in Markt Erlbach „der Himmel“ gewesen sei.

Nun aber habe sie sich für einen neuen Lebensabschnitt entschieden. Besonders aber wies die scheidende Pfarrerin darauf hin, dass sie nicht weggehe wegen „irgendwelcher Unstimmigkeiten“, sondern, um sich persönlich neu zu orientieren. Nach dem Gottesdienst hatten alle Gemeindeglieder noch die Möglichkeit, sich persönlich von Kirsten Kemmerer zu verabschieden.


Von GUDRUN SCHWARZ
north