Ortsnahe Umgehung für Linden: „Entweder kommt die Variante I oder nichts” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.04.2025 17:15

Ortsnahe Umgehung für Linden: „Entweder kommt die Variante I oder nichts”

Seit vielen Jahren wird über eine Umgehung für Linden debattiert. Dazu gab es etliche Planungsalternativen, die von den Bürgerinnen und Bürgern rege debattiert wurden. (Archivfoto: Ulli Ganter)
Seit vielen Jahren wird über eine Umgehung für Linden debattiert. Dazu gab es etliche Planungsalternativen, die von den Bürgerinnen und Bürgern rege debattiert wurden. (Archivfoto: Ulli Ganter)
Seit vielen Jahren wird über eine Umgehung für Linden debattiert. Dazu gab es etliche Planungsalternativen, die von den Bürgerinnen und Bürgern rege debattiert wurden. (Archivfoto: Ulli Ganter)

Gibt es noch eine Chance auf eine Umgehung von Linden? Es scheint so. Allerdings müsste sich die Bevölkerung des Ortsteils möglichst schnell auf eine ortsnähere Variante einigen. Auch in der Gemeinderatssitzung sah man jetzt den Ball vor Ort liegen.

In ihrem Bericht hatte Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß einen Brief, den sie an den bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter geschrieben hatte, und die Antwort darauf verlesen.

Ortsferne Variante ist für Linden vom Tisch

Die Vorgeschichte: Die ortsferne Variante, für die sich ganz Linden ausgesprochen hatte, ist inzwischen wegen zu großer Eingriffe in die Natur und den Artenschutz vom Tisch. Kreß fragte bei Bernreiter an, ob er wirklich seinen ganzen Ermessensspielraum ausgeschöpft habe, den er bei einer solchen Entscheidung hat.

Die Antwort aus dem Ministerium: Eine Ausnahmegenehmigung ist nur dann möglich, wenn es keine Alternative gibt. „Aber die gibt es“, heißt es im Brief Bernreiters weiter. „Die Variante I“.

Die Variante I ist die Trasse für eine Umgehung, die am nächsten am Dorf vorbeiführt. Vor allem bei den Bewohnern im Nordosten Lindens gab es deshalb teils Sorgen, sie müssten mehr Lärm aushalten als bisher. Bernreiter macht darauf aufmerksam, dass auch die ortsnahe Trasse sämtliche vorgeschriebenen Lärmschutzwerte einhält.

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Nachdem im Staatlichen Bauamt nun aber viel Zeit in die Planung der Variante VII investiert wurde, stellt er Bedingungen dafür, dass sich die Straßenbaubehörde in Ansbach eingehender mit der Variante I beschäftigt: Die Erfolgsaussichten müssen gut sein. Das heißt: Die Bevölkerung muss diese Trasse wollen – insbesondere sollten keine Klagen aus Linden gegen sie zu erwarten sein – und die Grundstücksbesitzer oder -besitzerinnen müssen bereit sein, den dafür benötigten Grund zu verkaufen.

Kreß rät zum Unterschriftensammeln

Der Vizebürgermeister und Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz erwähnte, er habe mit einigen Leuten aus Linden gesprochen: „Alle waren für die Variante I“. Er fragte, wie das weitere Vorgehen konkret aussehe.

Kreß entgegnete, zwei Lindenerinnen seien bei ihr im Rathaus gewesen, um nochmals über die Umgehung zu sprechen. Denen habe sie die Lage geschildert und angeregt, Unterschriften für Variante I zu sammeln. Gemeinderat Friedrich Täuber will sich mit ihnen kurzschließen und gegebenenfalls eine Bürgerversammlung einberufen. Matthias Kilian sah keine Alternative für Linden: „Sie haben ja nur die Möglichkeit: Entweder kommt die Variante I oder nichts. Sie müssen also die I nehmen, sonst sind sie selbst schuld.“


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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