Als zentraler Bürger-Account für Behörden-Dienstleistungen soll die Bund-ID bei immer mehr Verwaltungsvorgängen den Gang aufs Amt überflüssig machen - so aktuell etwa auch beim Antrag auf E-Auto-Förderung.
Wer noch keine Bund-ID hat, muss sich für den Antrag auf der Förderzentrale-Plattform des Bundeswirtschaftsministeriums sogar zwingend eine zulegen, erklärt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in den Hinweisen zur Vorbereitung des Antrags.
Und so funktioniert das Erstellen eines Bund-ID-Kontos:
1. Auf „id.bund.de“ gehen.
2. Auf „Konto erstellen“ klicken.
3. Vertrauensniveau wählen: Online-Ausweis („Hoch“), Elster-Zertifikat („Substanziell“) oder Benutzername & Passwort („Basis“).
4. Den weiteren Anweisungen folgen.
Achtung: Für die E-Auto-Förderung muss man sich mindestens mit dem Elster-Zertifikat identifiziert haben, das „Basis“-Vertrauensniveau mit Benutzername und Passwort genügt hier nicht.
Erst mit dem Vertrauensniveau „Hoch“ lassen sich wirklich alle im Rahmen der Bund-ID angebotenen Verwaltungsvorgänge online erledigen. Deshalb ist es lohnenswert, sich gleich per Online-Ausweis zu identifizieren, also in den meisten Fällen mit der Online-Ausweisfunktion (E-ID) des Personalausweises.
Praktisch: Basisdaten wie Name und Adresse sind im Bund-ID-Konto hinterlegt, womit dann künftig Anträge schon vorausgefüllt werden können, wen man sich mit seiner Bund-ID bei einer Behörde für einen Antrag einloggt - so wie etwa bei der Förderzentrale. Klickt man dort auf der Unterseite für die E-Auto-Förderung auf „Antrag stellen“, muss man sich gleich bei seinem Bund-ID-Konto anmelden.
Als Leistung für die Bund-ID verfügbar sind beispielsweise das Bezahlen der Kraftfahrzeugsteuer, das Beantragen von Arbeitslosengeld, die Punktestand-Abfrage beim Flensburger Fahreignungsregister oder auch das Beantragen eines Führungszeugnisses.
Was genau wo im Bund und in den Ländern an Bund-ID-Dienstleistungen zur Verfügung steht, kann man per Volltextsuche oder sortiert nach Lebenslagen auf „Verwaltung.bund.de“ nachschauen. Die Ergebnisse lassen sich auch nach Postleitzahlen filtern.
Teil der Bund-ID ist auch das sogenannte Zentrale Bürgerpostfach (ZBP), über das künftig immer mehr Nachrichten und Bescheide digital zugestellt werden sollen.
© dpa-infocom, dpa:260521-930-111878/2