Gewitterschauer bestimmten am ersten Wertungstag des vergangenen Wochenendes das Fluggeschehen bei den Ansbacher Segelflug-Bundesligisten. Am zweiten Tag gelang es noch, sich in der Tabelle um einen Platz zu verbessern.
Im Doppelsitzer Arcus M hatten Dr. Müller/Schwanitz eine Strecke mit den Wendepunkten Altmühltal, Donaueschingen und der Wasserkuppe ausgearbeitet. Die letzte Wende konnte aber wegen der beginnenden Gewitter schon nicht mehr erreicht werden. Auch der Heimweg nach Ansbach war mit Schauern und Gewittern gespickt, denen teilweise sehr weiträumig ausgewichen werden musste.
Zu guter Letzt mussten die beiden Piloten noch einen Weg finden, um den Starkregen, der über dem Flugplatz in Petersdorf (Gemeinde Weihenzell) niederging, abzuwarten. Nach neunstündiger Odyssee über rund 700 km im reinen Segelflug gelang schließlich die sichere Landung auf dem Fluggelände. Am zweiten Wertungstag gelang es Bernd Schober, Friedrich Wagner und Christian Götz mit ihren Flügen die Punktebilanz so zu verbessern, dass noch der Rundenplatz 13 sowie das Vorrücken um einen Tabellenrang auf Platz 19 möglich war.
An den letzten Wettbewerbstagen bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft in Bayreuth konnten sich die beiden Teilnehmer vom Aeroclub Ansbach im Gesamtklassement der 18-m-Klasse nicht mehr nach vorne arbeiten.
Nach zehn Wertungsflügen (die Tagesaufgabe an Fronleichnam musste wetterbedingt entfallen) belegte Dr. Thomas Kuhn mit 6437 Punkten unter 39 Teilnehmern den 31. Platz, Jürgen Schuster kam mit 6152 Punkten auf Rang 34. Der größte Erfolg bei der DM aus Ansbacher Sicht war der Tagessieg von Dr. Kuhn am fünften Wertungstag.
Vom bayerischen Luftsportverband wurde in Petersdorf der Streckenfluglehrgang „LIMA“ veranstaltet. Zehn Teilnehmer waren aus ganz Bayern angereist, um sich in der Obhut von sechs Trainerinnen und Trainern intensiv mit dem Segelfliegen außerhalb des Flugplatzbereichs vertraut zu machen.
Besonderes Anliegen ist es, die Scheu vor einer Landung auf der „grünen Wiese“ zu nehmen. Da nicht jedes Flugzeug über eine motorisierte Heimkehrhilfe verfügt, kommt es durchaus auch zu Landungen außerhalb von Flugplätzen. Der Aeroclub Ansbach engagiert sich intensiv für den Nachwuchs und ermöglichte diese Flugwoche.