Bei Müll-Sammelaktionen gibt es immer wieder kuriose Funde. Beim traditionellen Osterputz in Petersaurach und seinen Gemeinden tauchte nun tatsächlich ein menschliches Skelett auf.
Die Aufregung auf den ersten Blick mag man erahnen, als das Gerippe im Straßengraben entdeckt wurde. Handelt es sich um einen Mordfall? Wer hat hier ein Skelett entsorgt? Erst auf den zweiten Blick war für die Finder ersichtlich, dass es sich um ein zwar lebensgroßes, aber künstliches Anatomieskelett mit farbig markierten Ansätzen von Sehnen und Bändern handelte.
„Zum Glück war es kein echtes Skelett“, hatte sich Ulrich Grüber, Co-Sprecher der Grünen in Petersaurach, in seiner Reaktion schnell wieder gefangen. Seine Recherche zu dem anatomischen Skelett ergab: „So etwas bekommt man im Handel ab etwa 200 Euro.“ Der Verdacht der beiden Familien, die im Kernort den Müll sammelten und dabei den obskuren Fund machten, aber namentlich nicht genannt werden wollen, lag nahe: Stammt das Skelett etwa aus einem Einbruch? Die Schule in Petersaurach war 2024 schließlich von Dieben heimgesucht worden.
Also wohin damit? Bei der traditionellen Aktion des Grünen-Ortsverbandes, der dafür auch Säcke und Zangen stellt, holt die Gemeinde Petersaurach die vollen Müllbeutel ab und übernimmt deren Entsorgung. Doch was tun mit einem Skelett? In einem Gelben Sack wäre es wohl auch nicht passend aufgehoben, weshalb die Finder einen anderen Gedanken verfolgten.
Die fleißigen Müllsammler meldeten die kuriose Entdeckung bei der örtlichen Polizeidienststelle. Die Beamten holten laut Auskunft von Ulrich Grüber das Corpus Delicti postwendend ab und prüften es eingehend. Das Ergebnis: Das Skelett ist keiner bekannten Straftat zuzuordnen. Nun wartet der etwas zerfledderte Knochenmann auf seine Abholung im Fundbüro der Gemeinde.