Obdachlosenunterkunft in Dinkelsbühl: So soll die neue Wohnung genutzt werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.02.2026 09:00

Obdachlosenunterkunft in Dinkelsbühl: So soll die neue Wohnung genutzt werden

Besichtigten die renovierten Räume (von links): OB Dr. Christoph Hammer, Citymanagerin Antje Krumbholz, Dr. Frank Hanewinckel, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen, Stefan Alber, Präsident des Lions Clubs Dinkelsbühl sowie Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt. (Foto: Markus Weinzierl)
Besichtigten die renovierten Räume (von links): OB Dr. Christoph Hammer, Citymanagerin Antje Krumbholz, Dr. Frank Hanewinckel, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen, Stefan Alber, Präsident des Lions Clubs Dinkelsbühl sowie Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt. (Foto: Markus Weinzierl)
Besichtigten die renovierten Räume (von links): OB Dr. Christoph Hammer, Citymanagerin Antje Krumbholz, Dr. Frank Hanewinckel, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen, Stefan Alber, Präsident des Lions Clubs Dinkelsbühl sowie Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt. (Foto: Markus Weinzierl)

Mit Mitteln des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen, des Lions Clubs Dinkelsbühl und des Citymarketings wurden in einem städtischen Gebäude in der Mönchsrother Straße Räume als Obdachlosenunterkunft hergerichtet. Die Nutzenden sollen dort von der Stadt betreut werden, um bestenfalls wieder in ein geregeltes Leben zurückzufinden.

Im Beisein der beiden Clubpräsidenten Dr. Frank Hanewinckel (Rotary) und Stefan Alber (Lions), der Citymanagerin Antje Krumbholz sowie Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung stellte OB Dr. Christoph Hammer beim Ortstermin das Konzept vor. Wie er betonte, bleibe die bisherige Obdachlosenunterkunft im Spitalbereich weiter bestehen.

Ein erster Schritt zur Teilhabe

Während die Stadt mit dieser ihrer Zuständigkeit nachkommt, Menschen ohne Wohnung mit einem Quartier für die Nacht Schutz zu gewähren, soll das Angebot in der Mönchsrother Straße weitergehen. Vier Personen können dort unterkommen, die sich im Gegensatz zu den Nutzerinnen und Nutzern der Unterkunft im Spitalhof allerdings mit erstem Wohnsitz in Dinkelsbühl anmelden müssen. Dies sei, zeigte sich der OB überzeugt, ein erster Schritt zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Hammer berichtete von Erfahrungen, wonach die eigentlich nur für die Nacht gedachte Notunterkunft im Spitalhof von Wohnungslosen auch tagsüber und manchmal über einen längeren Zeitraum genutzt worden sei. Dies soll künftig nicht mehr möglich sein. Diejenigen, die länger bleiben wollen, werden auf die neue Unterkunft in der Mönchsrother Straße verwiesen, die als Wohngemeinschaft geführt werden soll. Die Stadt will unter dem Motto „fördern und fordern” den dort lebenden Menschen bei der Vermittlung von Kontakten und bei Behördengängen behilflich sein.

Geld aus dem Weihnachtkalender-Projekt

Die Wohnung verfügt, wie Daniel Voigt-Melzer von Stadtbauamt erläuterte, über ein Bad mit Toilette, einen Gemeinschaftsraum, eine Küche mit Küchenzeile und Kühlschrank sowie mehrere Zimmer. Hergerichtet hat die Wohnung der Bauhof, der an den Wänden als Heizung Infrarotstrahler montiert hat. Das Mobiliar stammt aus dem Bestand des Rot-Kreuz-Gebrauchtwarenhofes.

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Zur Renovierung hat der Rotary Club 5000 Euro beigesteuert. Über 6000 Euro stammen aus dem gemeinsamen Weihnachtskalender-Projekt des Lions Clubs und des Citymarketing-Vereins. Damit seien die baulichen Kosten abgedeckt, teilte OB Hammer mit. Die Stadt will den Unterhalt wie beispielsweise die Heizkosten übernehmen. Am Ende des Jahres wolle man dann zum neuen Angebot Bilanz ziehen.

Ziel ist Teilhabe an der Gesellschaft

Dr. Frank Hanewinckel und Stefan Alber lobten den Ansatz des Projektes. Wie Hanewinckel hervorhob, gehe dieses über den schützenden Teil einer Unterbringung von Wohnungslosen hinaus. Den Menschen werde eine Chance gegeben, wieder am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen.

Wie es beim Ortstermin hieß, wird die Stadt pro Jahr im Durchschnitt in vier bis fünf Fällen von Obdachlosigkeit tätig. Betroffen sind dabei sowohl Männer als auch Frauen. Während der extremen Kältephase in den zurückliegenden Wochen wurde die Obdachlosenunterkunft im Spitalhof nach Auskunft aus dem Rathaus nicht benötigt.

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