Die Triesdorfer Schafe der Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) werden ab sofort vollständig mit selbst erzeugtem Strom versorgt. Im Dezember ging die erste Dachflächen-Photovoltaikanlage der Lehranstalten mit einer Leistung von 30 Kilowatt-Peak in Betrieb.
Bei der offiziellen Inbetriebnahme zeigte sich Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster erfreut: „Die Anlage sorgt nicht nur für gut versorgte Schafe, sondern ist auch ein wichtiger Baustein unseres Klimaschutzkonzepts. Unser Ziel ist es, bis 2040 Klimaneutralität bei den Liegenschaften des Bezirks Mittelfranken zu erreichen. Zudem ist der selbst produzierte Strom kostengünstig und spart Geld.“
Die Triesdorfer Schafhaltung ist der zweitälteste Merinolandschaf-Herdbuchbetrieb Bayerns. „Die rund 240 Mutterschafe und 40 Jungböcke werden in standortgebundener Hütehaltung rund um Triesdorf gehalten”, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben Zuchtböcken werden auch Mastlämmer vermarktet. Der Betrieb spielt zudem eine zentrale Rolle in der Ausbildung, da hier ein Großteil der Schäferinnen und Schäfer in Deutschland ausgebildet wird. Um die Ausbildungsinfrastruktur zu verbessern, wurde im Mai vergangenen Jahres eine neue Halle eröffnet.
Die PV-Anlage soll nur der Anfang sein. Für 2026 sind weitere Projekte geplant. „Insgesamt wollen wir auf dem Gelände der Lehranstalten Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 290 kWp (Kilowatt-Peak) installieren und vollständig für die Eigenstromversorgung nutzen“, so LLA-Direktor Markus Heinz. Auch die 2024 gegründete Energieagentur Triesdorf am Fachzentrum für Energie und Landtechnik (FEL) beschäftigt sich intensiv mit Photovoltaik und neuen Nutzungskonzepten, insbesondere nach dem Auslaufen der EEG-Einspeisevergütung. Beim Lichtmesstag am 2. Februar 2026 werden unter dem Motto „Traktor-Technik der Zukunft“ Konzepte zur Eigenstromnutzung landwirtschaftlicher Geräte vorgestellt.