Nevio, Christkind und Co.: So feiern Promis aus dem Neustädter Kreis Weihnachten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.12.2025 08:00

Nevio, Christkind und Co.: So feiern Promis aus dem Neustädter Kreis Weihnachten

Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv, Jule-Marie Wolf, ist Weihnachten nicht im Einsatz und genießt die Zeit im Kreise der Familie. (Foto: Ute Niephaus )
Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv, Jule-Marie Wolf, ist Weihnachten nicht im Einsatz und genießt die Zeit im Kreise der Familie. (Foto: Ute Niephaus )
Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv, Jule-Marie Wolf, ist Weihnachten nicht im Einsatz und genießt die Zeit im Kreise der Familie. (Foto: Ute Niephaus )

Weihnachten ist eine Zeit, die viele im Kreise der Familie oder mit Freunden verbringen, eine Zeit, in der man das Miteinander genießt und mit der viele liebgewonnene Bräuche verbinden. Wie feiern Promis im Landkreis? Wir haben einzelne befragt.

Der Landrat als intensiver Weihnachtsfan

Landrat Dr. Christian von Dobschütz outete sich als ein wahrer Weihnachtsfan. „Ich liebe diese Zeit. Die beleuchteten Häuser, die Gemütlichkeit der Weihnachtsmärkte, die Hoffnung der Weihnachtsbotschaft und die Abende mit Familie und Freunden.” Das erde ihn ungemein. „Ich merke dies auch daran, dass dies die einzige Zeit im Jahr ist, in der ich nie wirklich sagen kann, welcher Wochentag eigentlich ist”, erzählt er.

Heiligabend feiert er mit seiner Familie und den Schwiegereltern bei seinen Eltern. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt dann die ganze Familie zu ihm, da sind locker 20 Personen zusammen. „Ich grille Rehrücken, während meine Schwiegermama für die Beilagen zuständig ist. Wir machen ein Weihnachtsfeuer, ratschen und spielen Spiele bis tief in die Nacht.”

Auf die Frage, welche Geschenke ihm besonders in Erinnerung geblieben sind, fällt ihm spontan ein Cowboy-Fort von Playmobil ein, dass er als Neun- oder Zehnjähriger bekam. Und da ist dann noch ein besonders Geschenk, das ihm seine Frau machte. „Sie überraschte mich einmal mit einem Paragliding-Flug über den Chiemsee.” Von dieser Erinnerung zehre er noch heute.

Für den Dekan steht natürlich der Gottesdienst im Zentrum

Für den Uffenheimer Dekan Max von Egidy steht der Gottesdienst an Heiligabend im Mittelpunkt. „Die Weihnachtsgeschichte „Es begab sich aber…“ trifft mich jedes Jahr wieder neu ins Herz.” Das Predigen über Weihnachten entfalte immer wieder neue, endlose Möglichkeiten und „macht mir die allergrößte Freude”, erklärt der Geistliche. „Nach drei wunderschönen, stimmungsvollen Gottesdiensten an Heiligabend komme ich nach Hause und werde von der Familie freudig erwartet.”

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Man lässt sich den Rehbraten schmecken und genießt das fröhliche Miteinander mit den erwachsenen Kindern, die zum Fest nach Hause kommen. Zu späterer Stunde werden die Geschenke ausgepackt. Dabei brennen nur die Bienenwachskerzen am Baum. „Ich bin dann dankbar und glücklich. Am zweiten Feiertag wird dann schon wieder Geburtstag gefeiert. Diesmal aber nicht der des Christkinds, sondern mein eigener.” Nachdem sein Vater am 23. Dezember geboren sei, genieße er an Weihnachten einen veritablen Geburtstagsmarathon.

Was waren die schönsten Geschenke, die er als Kind erhielt? Max von Egidy kann sich dessen noch gut entsinnen. Es war 1982 das Buch „Mein Weg“ von Reinhold Messner. „Das habe ich noch an Heiligabend durchgelesen.” Dazu lagen noch neue Bergschuhe unter dem Baum.

Für die Direktorin des Freilandmuseums war ein Puppenhaus „die Welt”

Unvergessen ist Dr. Karin Falkenberg, seit 1. Oktober 2025 neue Direktorin des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim, ein von ihrem Großvater aus Sperrholz gezimmertes Puppenhaus. Das Inventar erstanden ihre Eltern in Nürnberger Spielwarenläden und auf dem Flohmarkt. „Für mich war dieses Haus meine Welt”, erzählt sie. Das Puppenhaus hat sie immer noch. Eventuell rühre auch daher ihre Faszination für Häuser, Wohnen und Alltagsleben. „Historische Puppenhäuser sind idealtypische Objektarchive der Wohnkultur – charmant, manchmal in ihrem Miniaturmaßstab rührend echt.”

Die meisten Weihnachtsfeste erlebte sie auf dem Land im österreichischen Mühlviertel im Haus ihrer Familie. Früher lag im kleinen Dorf meterhoher Schnee, perfekte Rodelbedingungen. „Unser Weihnachtsbaum kam aus dem Wald am Haus, meistens war er dürr und schief, fast kakelig. Aber das war normal.” Seit vielen Jahren feiern sie und ihr Bruder mit ihren Familien und allen Kindern gemeinsam Weihnachten. „Wir sehen uns, erzählen, ziehen uns auf, lachen und das Gefühl ist immer dasselbe: Wir sind dankbar, dass es uns gibt.”

Als eines ihrer liebsten Rituale beschreibt Karin Falkenberg, das Schmücken des Christbaums am 24. Dezember mit echten weißen Rosen. Jede Blume bekommt ein winziges Wassergefäß, und im Laufe des Abends öffnen sich in der Wärme des Holzofens die Blüten – der Baum beginnt zu erblühen. „Ein kleines Weihnachtswunder in Weiß, jedes Jahr aufs Neue.” Mit Weihnachten verbindet die Direktorin des Fränkischen Freilandmuseums noch etwas: Menschen, Momente und Dinge müssen nicht perfekt sein – kein Fachwerkhaus, kein Puppenhaus, kein Weihnachtsbaum. Hauptsache, es steckt Lebendigkeit darin, unterstreicht sie.

Nevio Passaro sieht die Familie als größtes Geschenk

Dies ist auch Sänger, Songwriter und Musikproduzent Nevio Passaro wichtig. Für ihn sei Weihnachten das Fest der Liebe und Familie. „Als Kind ist Weihnachten natürlich magisch. Jetzt, wo ich selbst Familie und Kids habe, ist es doppelt magisch und spannender denn je.” Das sei wohl das größte Geschenk, damals wie heute, betont er. Dann entsinnt er sich noch an ein altes Klavier, das bei ihm zu Hause stand. „An das habe ich mich schon als Dreijähriger voller Freude und Enthusiasmus regelmäßig gesetzt. „Irgendwann später schenkten mir meine Eltern mein eigenes E-Piano. Das war für mich wegweisend”, sagt er.

Die Musik gehört, wie sollte es auch anders sein, für ihn zum Weihnachtsritual. Es wird bei Klavierklängen gesungen, lange und viel gegessen und das Miteinander genossen. Dabei wird sicherlich das eine oder andere Weihnachtslied von Adele, Ed Sheeran oder Pino Daniele zu hören sein, das bei ihm nicht fehlen darf. Und dann gibt es da noch das eigene Weihnachtslied, das er schon geschrieben hat...

Beim Christkind gibt's Rouladen

Nachdem die Promis erzählt haben, wie sie Weihnachten feiern, fragen wir auch das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv, Jule-Marie Wolf. Die 15-Jährige hat bis dahin ihre zahlreichen Einsätze in „himmlischer Mission” beendet. Sie genoss die vielen Begegnungen mit Kindern und Seniorinnen und Senioren und das schöne Gefühl, ihnen Freude und schöne Momente zu schenken. Sie wird Heiligabend mit ihren Eltern, dem Bruder sowie Oma und Opa zusammen feiern und den Gottesdienst besuchen.

„Es geht entspannt bei uns zu. Wir singen zusammen und machen Spiele.” Ein typisches Essen gibt es nicht, in diesem Jahr werden Rouladen aufgetischt. Statt eines echten Baums, auf den ihr Bruder allergisch reagiert, wird eine selbst bebaute Version aus Holz, hübsch geschmückt, das Wohnzimmer zieren. Auch das gehört zu Weihnachen.

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