Neues Wohnquartier und ein Reitstall: Wo in Uffenheim gebaut werden soll | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.01.2025 08:00

Neues Wohnquartier und ein Reitstall: Wo in Uffenheim gebaut werden soll

Das etwa 9000 Quadratmeter große Gebiet zwischen Am Bahnhof, der Frankenbergstraße und der Raiffeisenstraße in Uffenheim, soll von einem Gewerbegebiet in ein Wohnquartier umgewandelt werden, wie dieser Entwurf des städtebaulichen Konzepts der beauftragten Planer zeigt. (Planskizze: BEIL-Gruppe Ansbach)
Das etwa 9000 Quadratmeter große Gebiet zwischen Am Bahnhof, der Frankenbergstraße und der Raiffeisenstraße in Uffenheim, soll von einem Gewerbegebiet in ein Wohnquartier umgewandelt werden, wie dieser Entwurf des städtebaulichen Konzepts der beauftragten Planer zeigt. (Planskizze: BEIL-Gruppe Ansbach)
Das etwa 9000 Quadratmeter große Gebiet zwischen Am Bahnhof, der Frankenbergstraße und der Raiffeisenstraße in Uffenheim, soll von einem Gewerbegebiet in ein Wohnquartier umgewandelt werden, wie dieser Entwurf des städtebaulichen Konzepts der beauftragten Planer zeigt. (Planskizze: BEIL-Gruppe Ansbach)

Zwei Bauanträge, sowie die Vorstellung der Vorentwurfsunterlagen zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das „Am Bahnhof“ geplante Wohnquartier, standen am Montag im Mittelpunkt der Beratungen des Uffenheimer Verwaltungs- und Bauausschusses.

Gleich zu Beginn stimmten die acht Mitglieder des Gremiums den geplanten Umbauten zur Sanierung und Erweiterung eines Hauses in der Sudetenstraße zu: Unter anderem mittels einer Außentreppe soll dort noch eine weitere Wohnung geschaffen werden. Da die vorgeschriebenen Stellplätze vorhanden sind, die Nachbarn zugestimmt haben und sich dieser Umbau „in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt“, so Bürgermeister Wolfgang Lampe, stehe dem gemeindlichen Einvernehmen nichts entgegen.

Reitanlage mit Offenstall soll in Brackenlohr entstehen

Einstimmig genehmigt wurde auch der Antrag aus Brackenlohr, auf dem Gelände des Aspachhofs 1 eine Reitanlage mit Pferdeboxen zur Hobby-Pferdehaltung zu errichten. Geplant ist, dort einen Offenstall mit Außenklimaboxen, einen Paddock, sowie einen Bewegungsplatz zu bauen, der letztendlich Platz für sechs Pferde bieten wird. Wie der Antragsteller zusicherte, werde eine Mistplatte zur Lagerung des Pferdemists und eine Kleinkläranlage für die Beseitigung eventuell anfallenden Abwassers sorgen. Außerdem könne die Entsorgung der Mistlege auf den eigenen landwirtschaftlichen Flächen des dazugehörigen Betriebes erfolgen.

Etwas komplizierter dürfte die Verwirklichung des „Am Bahnhof“ geplanten Wohnviertels mit etwa 80 Wohnungen werden, das am 30. September 2021 vom Stadtrat auf den Weg gebracht worden war und am Montag von der Ansbacher Landschaftsarchitektin Karin Eischer im Ausschuss vorgestellt wurde. Geplant ist, das etwa 9000 Quadratmeter große Gebiet, das einst ein Sägewerk beherbergt hatte, in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln.

Flächennutzungsplan muss geändert werden

Die dazu notwendige Bauleitplanung soll, wie der Bürgermeister unter anderem erklärte, „die nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen miteinander in Einklang bringen, sowie den Wohnbedürfnissen der Bevölkerung Rechnung tragen“. Bis das soweit ist, dürfte allerdings noch einiges Wasser die Gollach hinunterfließen, denn noch ist das Areal im rechtsgültigen Flächennutzungsplan als gewerbliche Fläche dargestellt, was nun geändert werden müsse, erläuterte Lampe.

Auch die Lage an der Bahn und den daran angrenzenden Gewerbebetrieben im Norden erfordere ein gut durchdachtes Konzept, das eine Wohnbebauung dort – zwischen Am Bahnhof, der Frankenbergstraße und der Raiffeisenstraße – überhaupt erst möglich mache. Im Klartext: Der von Bahn und Betrieben verursachten Lärm muss aus den Wohnungen heraus gehalten werden. Dazu soll, wie Karin Eischer unter anderem ausführte, ein Gebäuderiegel dienen, dessen „nicht lärmschutzbedürftige“ Teile der Wohnung, wie Bad, Toilette oder Küche sowie Schallschutzfenster, die Bewohner vor zu hohem Lärmpegel schützen sollen.

Stadtrat muss noch über die Beschlüsse entscheiden

Um bei diesem Projekt einen Schritt voranzukommen, beschlossen die Ausschussmitglieder schließlich einstimmig, den von der Firma Beilbau jetzt vorgestellten dritten Vorentwurf zu billigen und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchführen zu lassen. Das letzte Wort dazu hat allerdings der Stadtrat, der am Donnerstag, 27. Januar tagen wird.


Von Sylvia Fehlinger
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