Neues Fahrzeug für die First Responder aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorf | FLZ.de

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Neues Fahrzeug für die First Responder aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorf

Gruppengründer Sebastian Klostermeier (links) und Erwin Einzinger von der VR-Bank Mittelfranken Mitte (2. v.l.) stellten das neue First Responder Fahrzeug vor. Die Teammitglieder Sandra Wißgott (3. v. l.) und Robin Kroll (rechts) freuten sich mit. (Foto: Tizian Gerbing)
Gruppengründer Sebastian Klostermeier (links) und Erwin Einzinger von der VR-Bank Mittelfranken Mitte (2. v.l.) stellten das neue First Responder Fahrzeug vor. Die Teammitglieder Sandra Wißgott (3. v. l.) und Robin Kroll (rechts) freuten sich mit. (Foto: Tizian Gerbing)
Gruppengründer Sebastian Klostermeier (links) und Erwin Einzinger von der VR-Bank Mittelfranken Mitte (2. v.l.) stellten das neue First Responder Fahrzeug vor. Die Teammitglieder Sandra Wißgott (3. v. l.) und Robin Kroll (rechts) freuten sich mit. (Foto: Tizian Gerbing)

Schnelle Hilfe leisten noch vor dem Rettungsdienst. Für diese Arbeit hat die ehrenamtliche First Responder Gruppe aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorf ein neues Auto erhalten.

Wenn Bürgerinnen und Bürger Hilfe brauchen, rufen sie den Notruf an. Die Leitstelle informiert die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. Die Anfahrtswege sind im größten Landkreis Bayerns lang und deshalb kommt in manchen Orten erstmal ein „First Responder“, wie der aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorf im Landkreis Ansbach. Der Begriff kann auf deutsch als „Helfer vor Ort“ übersetzt werden.

Schnelle Versorgung fördert die Heilung

Wolframs-Eschenbach hat zwar einen eigenen Rettungsstellplatz, an dem ein Rettungswagen von 9 bis 21 Uhr besetzt ist, dennoch rückt die First Responder Gruppe oft aus. Sie sollen das Zeitintervall zwischen der Disposition eines Notfalls durch die Leitstelle und der ersten medizinischen Versorgung verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Im Schnitt sind die First Respronder acht Minuten vor dem hauptamtlichen Rettungsdienst vor Ort. Das Einsatzgebiet der Ersthelfer ist groß. Mit bis zu zwölf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern decken sie die Gebiete rund um Merkendorf und Wolframs-Eschenbach ab. Dazu kommen umliegende Gemeinden wie Ornbau, Windsbach, Weidenbach. Manchmal fahren sie bis nach Lichtenau oder Muhr am See.

In diesem Jahr bisher Hilfe bei 129 Notfällen

„Wir versuchen täglich zu fahren“, versicherte Gründer Sebastian Klostermeier mit Blick auf die aktuellen Dienstzeiten. Durch die Stationierung des Einsatzfahrzeuges bei einem Helfer, der sich gerade im Dienst befindet, können die Freiwilligen schnell ausrücken.

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Durch einen Funkmeldeempfänger und eine Alarm-App auf dem Handy werden sie alarmiert. Seit Januar 2021 ist die Gruppe aktiv und kann bereits auf 701 absolvierte Einsätze zurückblicken. In diesem Jahr halfen die Ehrenamtlichen bei 129 Notfällen.

Gesamtinvestition 32.500 Euro

Das alte Fahrzeug hat aufgrund des hohen Einsatzaufkommens ausgedient und ein „neues gebrauchtes“ Einsatzfahrzeug wurde angeschafft. Der Verein erwarb bei der Werkfeuerwehr von BMW in München ein Fahrzeug. Die Gesamtinvestition kostete den Förderverein 32.500 Euro. Davon spendete 10.000 Euro die VR-Bank.

Durch die weiteren Geldspenden der beiden Fördervereine aus Wolframs-Eschenbach und Merkendorf wurde das Auto für die First Responder Tätigkeiten um- und ausgebaut. „Für uns ist es wichtig, die Arbeit mit solchen Leuchtturmspenden zu unterstützen“, erklärte Erwin Menzinger, Vorstand der VR-Bank Mittelfranken Mitte.

Räume im alten Kindergarten

Die First Responder Gruppe kann inzwischen die Räumlichkeiten im alten Kindergarten nutzen. Hier stehen ein Schulungsraum, ein Aufenthaltsraum und künftig auch Schlafmöglichkeiten zur Verfügung. Mit einem Fernseher, mehreren Sofas und Betten wollen sie eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

In naher Zukunft sollen auch andere Ehrenamtliche ihren Dienst in Wolframs-Eschenbach verrichten können und dafür können sie zeitweise in ausgestattete Zimmer ziehen. „Wir wollen die Möglichkeit geben, dass jedes Rotkreuz-Mitglied mitwirken kann“, erklärte Klostermeier.

Bald ein neuer Standort im Landkreis?

Eine weitere ehrenamtliche Rotkreuz-Bereitschaft hat ebenfalls Interesse ein Helfer-vor-Ort-System zu etablieren. Hier fehlen aktuell allerdings die genauen Pläne, bestätigte der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Ansbach Christian Bernhard. Das alte Fahrzeug wird daher zunächst vorläufig für ein unerwartet ausgefallenes Fahrzeug der Bereitschaften eingesetzt werden, um eine schnelle Übergangslösung zu etablieren.

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