Neues Angebot: In Sachsen kann man bald Elektroautos mieten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.10.2025 13:56

Neues Angebot: In Sachsen kann man bald Elektroautos mieten

E-Ladesäulen und Mietautos sollen über kurz oder lang in den Kommunen der LAG-Rangau stehen. Sachsen macht den Anfang. (Foto: Lightworkart/Manuel Kamuf)
E-Ladesäulen und Mietautos sollen über kurz oder lang in den Kommunen der LAG-Rangau stehen. Sachsen macht den Anfang. (Foto: Lightworkart/Manuel Kamuf)
E-Ladesäulen und Mietautos sollen über kurz oder lang in den Kommunen der LAG-Rangau stehen. Sachsen macht den Anfang. (Foto: Lightworkart/Manuel Kamuf)

Wer kein eigenes Fahrzeug hat, kann in Sachsen bald ein Elektroauto mieten. Oder sein privates E-Auto an einer von zwei Ladesäulen tanken. Das seit Langem geplante Carsharing-Projekt der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Rangau wird jetzt ohne Förderung realisiert, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Sachsen fungiert als Pilotgemeinde für weitere LAG-Kommunen. Bereits in der Februar-Sitzung war das Projekt, das E-Carsharing mit E-Lademöglichkeiten verbindet, dem Gremium vorgestellt worden. Auf damaligen Beschluss sollten zwei Ladesäulen mit Stromanschlüssen für rund 27.000 Euro realisiert werden. Die Verwaltung hoffte auf eine Förderung von rund 11.000 Euro.

Der Bescheid vom Amt lässt auf sich warten

Getan hat sich seitdem wenig, weil der Förderbescheid noch immer auf sich warten lässt, wie Patrick Steger, Geschäftsführer der LAG Rangau, feststellte. Allerdings hat sich nun eine Möglichkeit ergeben, wie das Projekt auch ohne Förderung vergleichsweise kostengünstig verwirklicht werden kann, informierte Bürgermeister Bernd Meyer. Mit dem Anbieter, der 2019 gegründeten Firma Deer aus Baden-Württemberg, ist ein Netzwerkmodell geplant. Mitmachen wollen aktuell sechs LAG-Kommunen. Die Kosten für Sachsen belaufen sich voraussichtlich auf einmalig rund 16.000 Euro netto.

Pro Ladesäule wird ein Mietfahrzeug kostenlos zur Verfügung gestellt, Sachsen bekommt also zwei. Die Firma Deer, die auch schon in der Altmühl-Mönchswald-Region entsprechend tätig ist, bleibt Betreiber. Sie kümmert sich um den Betrieb und die Wartung der Anlage, sodass keine laufenden Kosten für die Kommune anfallen. Geladen werden können die Autos an den Ladesäulen mit 100 Prozent Ökostrom.

Die Ladeleistung beträgt 22 Kilowatt

Jede Säule enthält zwei Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 22 Kilowatt. Wenn die Anschlüsse nicht durch die Mietautos belegt sind, dürfen dort auch private Fahrzeuge geladen werden. Die Mietautos kann der Nutzer auch an einer anderen Ladestation des Anbieters abstellen, was vor allem dann interessant werden dürfte, wenn die anderen LAG-Kommunen nachziehen und das Netz ausgebaut wird.

Wo die Ladesäulen in Sachsen platziert werden, wird erst noch endgültig festgelegt. Die Kommune will die Flächen für zehn Jahre kostenfrei zur Verfügung stellen. „Ein Standort direkt an der S-Bahn bietet sich an“, bemerkte Bürgermeister Meyer. Als zweite Örtlichkeit käme zum Beispiel ein Platz am Rathaus infrage. „Dann hätten wir auch die Möglichkeit, das Mietauto in der Verwaltung zu nutzen.”

Einstimmig sprachen sich die Räte dafür aus, den früheren Förderantrag zurückzuziehen und das Projekt stattdessen im Netzwerkmodell umzusetzen.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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