Neuer Vorstand gewählt: Neustädter Stadtkapelle reißt das Ruder herum | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 11.03.2025 10:22

Neuer Vorstand gewählt: Neustädter Stadtkapelle reißt das Ruder herum

Der neu gewählte Vorstand der Stadtkapelle „Frankenland“. (Foto: Constanze Eckart)
Der neu gewählte Vorstand der Stadtkapelle „Frankenland“. (Foto: Constanze Eckart)
Der neu gewählte Vorstand der Stadtkapelle „Frankenland“. (Foto: Constanze Eckart)

Die Stadtkapelle „Frankenland“ in Neustadt wählte bei ihrer Hauptversammlung einen neuen Vorstand. Damit ist eine kritische Situation gemeistert worden. Der Verein wittert Morgenluft.

Denn bereits im Oktober hatten die bisherigen Vorsitzenden ihr Amt niedergelegt. Damals fand sich nicht gleich eine Lösung. Der bestehende Vorstand erklärte sich daraufhin bereit, bis Februar kommissarisch im Amt zu bleiben, um dem Verein die Möglichkeit zu geben, in Ruhe ein neues Team aufzustellen.

Nach vielen Gesprächen fand sich schließlich eine Lösung: Bastian Kistner, der das Amt des Vorsitzenden bereits von 2014 bis 2017 innehatte, ließ sich erneut zum Vorsitzenden wählen. Neu im Amt der zweiten Vorsitzenden ist Anja Schweigert. Als Kassier stellte sich Steffen Mechs zur Verfügung und das Amt des Schriftführers übernimmt die bisherige stellvertretende Vorsitzende Claudia Bach. Beate Schmidt, die als Notenwart aus dem Verein nicht mehr wegzudenken ist, übernahm dieses Amt erneut bereitwillig.

Alle Ämter mit aktiven Musikern besetzt

Das seit einigen Jahren unbesetzte Amt des Gerätewarts konnte in diesem Jahr glücklicherweise wieder vergeben werden, hierzu hat sich Jonas Friedrich bereit erklärt. Rebecca Kreß und Luis Ohlmann übernehmen das Amt der beiden Jugendvertreter. Zu Beisitzern gewählt wurden Franziska Kerschensteiner, Manuel Schmid, Konrad Seitz, Hannah Köhler und Tina Müller. Dirigent der Stadtkapelle wird weiterhin Matthias Eckart sein.

Somit hat der Verein zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder alle vorgesehenen Ämter vollständig mit ausschließlich aktiven Musikern besetzt. „Besonders stolz macht uns hierbei, dass viele junge Musiker sich bereit erklärt haben, einen verantwortungsvollen Posten zu übernehmen“, heißt es in der Pressemitteilung, in der der Verein über die Hauptversammlung berichtet. Das durchschnittliche Alter im neu gewählten Vorstand beträgt 32 Jahre. „Das ist nicht nur ein erfrischender Wechsel, sondern auch im Hinblick auf die Zukunft ein unglaublich wichtiges Element“, wird in der Pressemitteilung betont.

Organisation umstrukturieren

Um sich zukunftsfähig aufzustellen, will sich die Stadtkapelle in ihrer Organisation maßgeblich umstrukturieren und verstärkt weg von einer streng hierarchischen Struktur, verkündet der Verein außerdem.

Das Amt des Vorsitzenden eines Vereines zu übernehmen, bringe große Verantwortung und eine hohe Arbeitslast mit sich. Dies lasse sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen immer schwerer abbilden und es werde immer herausfordernder, einzelne Personen zu finden, die sich dafür bereit erklären. Deshalb habe hat sich die Stadtkapelle entschieden, mittelfristig den Weg eines Teamvorstands einzuschlagen.

Arbeiten auf viele Schultern verteilen

Hierzu werden für klar abgrenzbare Aufgabengebiete Teams gebildet und die jeweiligen Teamleitungen bilden gemeinsam den geschäftsführenden Vorstand. So werden starre Vereinsstrukturen aufgelöst und die Verantwortung sowie anfallende Arbeiten auf mehrere Schultern verteilt. Klar gewünscht sei, dass sich jeder Musiker im Verein aktiv einbringt und seinen Teil zu den einzelnen organisatorischen Säulen beitragen soll. Dieses Modell eines Teamvorstandes ist inzwischen kein Einzelfall mehr sondern wurde in Bayern bereits von einigen Vereinen erfolgreich umgesetzt.

Ausdrücklich gedankt wurde der bisherigen Vorsitzenden Marion von Poschinger.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
north