Ein eingezäunter Bereich, in dem sich Hunde nach Herzenslust mit ihren Artverwandten austoben können: So etwas will die Stadt Dinkelsbühl Hundehaltern am Rande des Stadtparks anbieten. Der Bauausschuss stimmte dem geplanten „Spielplatz“ fast geschlossen zu. Nur Wilfried Lehr (Wählergruppe Land) war dagegen. Er wollte das Projekt zurückstellen.
Davon abgesehen gab es aus den Reihen des Gremiums aber auch Diskussionsbedarf hinsichtlich des Standortes. Als solchen hatte die Verwaltung einen rund 1000 Quadratmeter großen Bereich auf der Bleiche vorgeschlagen - und zwar auf der Streuobstwiese am Fußweg zum Freibad.
Wie Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer erläuterte, sei der Wunsch nach einem Hundespielplatz, wie es ihn andernorts bereits gebe, von mehreren Seiten an ihn herangetragen worden, unter anderem auch von Gastronomen, die darin ein zusätzliches Angebot für Gäste mit Vierbeinern sehen. Der Rathauschef stellte aber klar, dass die Fläche kein Ausbildungsgelände sein solle, sondern ein Areal, auf dem die Hunde unangeleint laufen dürfen.
Rund 10.000 Euro will die Stadt investieren, hauptsächlich für die Einzäunung. Dazu sollen am eingefriedeten Bereich noch zwei Bänke aufgestellt werden, auf denen die Besitzerinnen und Besitzer Platz nehmen können.
Zunächst habe man ein Areal an der Wörnitz im Auge gehabt, berichtete der OB. Mit diesem sei aber das Wasserwirtschaftsamt nicht einverstanden gewesen, da es sich um Überschwemmungsgebiet gehandelt habe. Danach habe sich die Suche auf den Altstadtbereich konzentriert. Die Fläche auf der Bleiche befand die Verwaltung aufgrund der zentralen Lage als geeignet.
Paul Beitzer (SPD) war da anderer Meinung. Er äußerte Bedenken wegen der angrenzenden Gärten der Hühnerzüchter und wegen der Streuobstwiese, die seines Wissens nach ein Biotop sei. Außerdem befürchtete Beitzer, dass das Angebot auch zu mehr Frequenz von Hunden auf den umliegenden Wegen führe, und wies auf den Kinderspielplatz auf der Bleiche hin. Für ihn wäre die Maly-Wiese oder ein Grundstück am Alten Postweg für das Projekt geeigneter.
Hammer teilte mit, dass auch ein Standort am Rande des Stadtparks im Gespräch gewesen sei, und zwar in der Nähe von Stephanus-Altenheim und Gradierwerk. Alexander Bromberger (Grüne) begrüßte die Idee eines Hundespielplatzes. Der Bedarf sei da, sagte er. Bromberger merkte hinsichtlich Beitzers Bedenken an, dass er nicht von einer übermäßigen Frequenz von Hundebesitzern auf den Wegen im Umfeld des Platzes ausgehe. Klaus Huber (CSU) befand, dass der Standort auf der Bleiche den Vorteil des nahen Parkplatzes mit sich bringe.
Wilfried Lehr (Wählergruppe Land) war hingegen grundsätzlich der Meinung, dass das Projekt zurückgestellt werden sollte. Er argumentierte mit einer zusätzlichen Belastung der Bauverwaltung und des Bauhofes. Auf diesen komme schließlich die Pflege des Areals zu. Außerdem bezweifelte er, dass 10.000 Euro für die Umsetzung des Vorhabens ausreichen werden.