Neuer Chefarzt an der Kiliani-Klinik: So tickt Georgios Pergaris | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.02.2024 08:00

Neuer Chefarzt an der Kiliani-Klinik: So tickt Georgios Pergaris

Georgios Pergaris hat die nächste Karrierestufe genommen und ist nun orthopädischer Chefarzt in der Kiliani-Klinik. (Foto: Anna Franck)
Georgios Pergaris hat die nächste Karrierestufe genommen und ist nun orthopädischer Chefarzt in der Kiliani-Klinik. (Foto: Anna Franck)
Georgios Pergaris hat die nächste Karrierestufe genommen und ist nun orthopädischer Chefarzt in der Kiliani-Klinik. (Foto: Anna Franck)

Menschen zu helfen, ihr Leben wieder lebenswerter zu machen: Das erreicht Georgios Pergaris in seinem Job. Ein Lächeln reicht dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie als Dank. Schon seit über zehn Jahren ist er an der Dr. Becker Kiliani-Klinik in Bad Windsheim tätig. Nun folgt die nächste Karrierestufe.

Seit 1. Januar ist Georgios Pergaris Chefarzt der orthopädischen Abteilung und folgt damit auf Dr. Martin Wick, der sieben Jahre lang diese Position inne hatte. Pergaris ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und kennt die Klinik bereits seit rund zehn Jahren.

Pergaris ist seit 2010 in Deutschland

Er hat in Athen Medizin studiert, dort seine Ausbildung zum Facharzt abgeschlossen. Nach Stationen in griechischen Akutkrankenhäusern und orthopädischen Praxen kam er im Jahr 2010 nach Deutschland. Er sammelte Erfahrungen in Kliniken in Neuendettelsau und Nürnberg, ehe er 2013 an die Kiliani-Klinik wechselte. Zahlreiche Weiterbildungen komplettieren seinen Lebenslauf – in den Bereichen Strahlenschutz, Sozialmedizin, physikalische Therapie und Balneologie.

Der 55-Jährige startete an der Kiliani-Klinik als Facharzt, wurde anschließend Assistenzarzt. Vor sechseinhalb Jahren übernahm er dann die Oberarztstelle. Nun nimmt er also die nächste Stufe. Und was kommt danach? „Schauma mal“, wählt der Chefarzt eine typisch fränkische Aussage.

Was ihn an der Kiliani-Klinik hält? Mittlerweile sind es für ihn vor allem die Menschen. „Selbst in meiner Assistenzarzt-Zeit konnte ich immer Ideen einbringen. Das ist nicht selbstverständlich“, findet Georgios Pergaris. „Ich würde sehr ungern hier weggehen.“ Auch Klinikdirektor Martin Vitzithum freut sich darüber, dass der Arzt dem Haus weiterhin erhalten bleibt und nun noch mehr Verantwortung übernimmt: „Kontinuität ist uns wichtig.“ Pergaris großer Vorteil: Er kennt die Einrichtung und ihre Strukturen.

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Er ist auch Teil der Leitung an der Kiliani-Klinik

Der 55-Jährige ist nun auch Teil der Klinikleitung. Diese besteht aus Klinikdirektor Vitzithum sowie den Chefärzten Pergaris und Dr. Cay Cordes (Abteilung Neurologie). Mit Pergaris’ neuer Position gehen auch neue Aufgaben einher, die administrativer und organisatorischer Natur sind. Der Kontakt mit Patienten wird nun wohl etwas weniger werden, ganz darauf verzichten wird und will Pergaris aber nicht. „Das könnte ich mir nicht vorstellen.“

Die Abteilung wird nun Stück für Stück neu aufgebaut und weiterentwickelt, erklärt Martin Vitzithum. Eine gute Zusammenarbeit pflegt Georgios Pergaris mit seinem Vorgänger Martin Wick bis heute. Er unterstützt bei der Einarbeitung in die neue Position. Langweilig wird der Job keineswegs. Zwar kennt Pergaris die Grundstrukturen, doch immer wieder ändern sich auch Prozesse oder Vorgaben, die es dann anzupassen gilt. „Wir lernen immer wieder. Egal, wie alt man ist und welche Stelle man hat. Zum Glück.“ Bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen muss der Grieche dagegen kaum etwas verändern, „denn wir arbeiten ja schon seit Jahren zusammen“.

Hätte sich Pergaris nicht der Medizin verschrieben, wäre es wohl die Architektur geworden. In Ersterer sieht er allerdings einen tieferen Sinn. Menschen zu helfen, das fasziniert ihn. In den meisten medizinischen Fachrichtungen sieht man direkt die Ergebnisse, sagt der Mediziner. Man habe das Gefühl, etwas Gutes zu tun und die Lebensqualität des einzelnen Patienten zu verbessen. Das macht den Beruf für ihn aus. „Das bekomme ich nicht, wenn ich ein Haus fertig geplant habe. Das ist einfach anders. Das liebe ich.“ Und sein Lohn? „Ein einfaches Dankeschön. Das ist genug“, sagt der Arzt.

Dreidimensionales Denken ist nötig

Sein architektonisches Faible, seine Fähigkeit, dreidimensional zu denken, und seine Präferenz für Mathematik und Geometrie: All das kann der Mediziner auch in der Orthopädie nutzen, muss er sich doch vorstellen können, wie operiert werden muss. Pergaris mag es praktisch, eine rein theoretische Tätigkeit – das wäre nichts für ihn.

Etwas, auf das er sich ganz besonders freut: Assistenzärzte zu betreuen und auf ihrem Weg zur Facharztausbildung begleiten zu dürfen. Eine Weiterbildungsermächtigung will Pergaris beantragen. „Ich fühl mich ein bisschen wie der Papa, wenn ich sie bei den ersten Schritte in der Karriere begleite“, sagt er. Schön sei zudem, dass seine Kollegen sich über seinen neuen Posten mit ihm freuen. „Das ist für mich Belohnung. Ich freue mich, dem gerecht zu werden.“


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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