Neue Technik, viele Einsätze: So steht es um die Feuerwehr im Neustädter Kreis | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.04.2025 13:00

Neue Technik, viele Einsätze: So steht es um die Feuerwehr im Neustädter Kreis

Bei Einsätzen wie hier bei einem Brand im Baudenbacher Ortsteil Höfen leisteten Feuerwehrkräfte 2024 viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. (Foto: Patrick Lauer)
Bei Einsätzen wie hier bei einem Brand im Baudenbacher Ortsteil Höfen leisteten Feuerwehrkräfte 2024 viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. (Foto: Patrick Lauer)
Bei Einsätzen wie hier bei einem Brand im Baudenbacher Ortsteil Höfen leisteten Feuerwehrkräfte 2024 viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. (Foto: Patrick Lauer)

1759 Einsätze mit 5781 Einsatzkräften der Feuerwehren im Landkreis im Jahr 2024: so lauteten die beeindruckenden Zahlen, die Kreisbrandrat Alfred Tilz auf der diesjährigen Kommandantentagung präsentieren konnte.

Die alljährliche Versammlung der Kommandanten und ihrer Stellvertreter der 170 Feuerwehren aus dem Landkreis fand dieser Tage in der Gemeindehalle in Westheim (Gemeinde Illesheim) statt. Alfred Tilz begrüßte dazu eine ganze Reihe von Ehrengästen, unter anderem aus der „Blaulicht-Familie“ – von BRK und THW. Ihre Grußworte nutzten Illesheims Bürgermeister Roland Scheibenberger und der Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz, um sich bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren Dienst und die vielen Stunden, sei es für Ausbildung, Übung oder im Einsatz, zu bedanken. Werner Stieglitz: „Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine tragende Säule in unserer Sicherheitsarchitektur.“

Zwölf Prozent Frauenanteil in den Feuerwehren

Dies war auch das Credo des stellvertretenden Landrats Reinhard Streng bei seiner Ansprache. Streng stellte dabei auch die einzelnen Einsatzkräfte in den Vordergrund – „der Mensch macht den Unterschied“ – die sich im Feuerwehrdienst mit immer neuerer Technik und steigenden Anforderungen auseinandersetzen müssen. Sein Dank galt auch den Kommunen, die ihren Feuerwehren moderne Ausrüstung für ihre wachsenden Aufgaben an die Hand geben.

In seinen Ausführungen zur Personalstärke der Wehren im Kreis erklärte Alfred Tilz unter anderem, dass der Frauenanteil bei rund zwölf Prozent liege. Die zahlreichen Jugendfeuerwehren seien Zeichen einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit – verstärkt noch durch viele Kinderfeuerwehren. Trotz dieser Erfolge hat die Nachwuchswerbung für Tilz weiterhin oberste Priorität: „Sicherlich ist die Nachwuchswerbung sehr umfangreich und aufwendig, aber ohne Nachwuchs gibt es in Zukunft kein Personal“.

27.000 Stunden ehrenamtlich abgeleistet

Qualifizierte, motivierte und gut ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehren befanden sich im vergangenen Jahr 1759 mal im Einsatz, berichtete Tilz, in 521 Fällen bei Brandeinsätzen und 1070 mal bei technischen Hilfeleistungen: „Alleine im Einsatzdienst wurden 2024 rund 27.000 Stunden ehrenamtlich geleistet, um Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen“.

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Um die vielfältigen Aufgaben in der Ausbildung und beim Einsatzgeschehen im Landkreis zu bewältigen, kann Tilz auf 20 Kreisbrandmeister für Fachaufgaben oder für die Dienstaufsicht sowie auf vier Kreisbrandinspektoren zurückgreifen – ebenfalls im Ehrenamt. So arbeiten hier Fachleute für Atemschutz oder Digitalfunk, Einsatzpläne oder den vorbeugenden Brandschutz, Lehrgänge oder Technik eng mit den einzelnen Feuerwehren im Landkreis zusammen oder bündeln entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote.

Brandbekämpfung bald auch mit Drohne

Als neues Einsatzmittel wird für die Feuerwehren im Landkreis innerhalb der nächsten Wochen eine nagelneue Drohne zur Verfügung stehen. Tina Ruppe, Fachbereichsleiterin „Brand- und Katastrophenschutz, Gewerbe- und besonderes Sicherheitsrecht“ im Landratsamt, stellte den anwesenden Kommandanten das neue Schmuckstück in der Theorie vor. Im Anschluss an die Versammlung zeigte das neue Fluggerät dann auch noch sein Können über der Gemeindehalle in Westheim.

Bedenken, die Feuerwehr würde „abheben“, wurden allerdings umgehend zerstreut. Der Tenor der Veranstaltung: „Wir alle sind ein Team, eine Mannschaft, für die Sicherheit der Bürger, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.“


Von Rainer Weiskirchen
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