Neue Nummern für einige Rufbusse im Landkreis Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.08.2024 15:17

Neue Nummern für einige Rufbusse im Landkreis Ansbach

Das gibt es so nicht mehr: ein Bus der Firma Scharnagel, der die Linie 807 Rothenburg-Dombühl bediente. (Archivfoto: Simone Hedler)
Das gibt es so nicht mehr: ein Bus der Firma Scharnagel, der die Linie 807 Rothenburg-Dombühl bediente. (Archivfoto: Simone Hedler)
Das gibt es so nicht mehr: ein Bus der Firma Scharnagel, der die Linie 807 Rothenburg-Dombühl bediente. (Archivfoto: Simone Hedler)

Ab Mitte Dezember hält die S-Bahn auch in Schnelldorf. Damit die Fahrgäste dort Anschluss mit Bussen haben, wird voraussichtlich das Angebot auf einigen Linien verbessert. Vorerst bleibt das Angebot an Rufbussen spärlich.

Wie Fabian Hähnlein, Pressesprecher des Landkreises, auf FLZ-Anfrage mitteilte, wird es zum Start der S-Bahn-Verlängerung nach Crailsheim am Bahnhof Schnelldorf eine „überarbeitete“ Bus-Anbindung geben. Das Angebot, das im Moment geplant werde, soll sich an dem anderer S-Bahnhöfe im Landkreis Ansbach und den örtlichen Gegebenheiten orientieren.

Verbesserungen werden sich voraussichtlich auch bei der europaweiten Ausschreibung von zwei Linienbündeln in zwei Jahren ergeben. Bisher haben die Firmen Scharnagel und Dobisch die Linien bedient, die in zwei Vergabebündeln zusammengefasst sind. Diese Unternehmen haben zum 1. August ihren Betrieb eingestellt.

Neue Betreiber für zwei Linien gefunden

Der Landkreis Ansbach hat in einem Notvergabeverfahren neue Betreiber dafür gefunden. Diese Notvergabe ist aber nur für zwei Jahre zulässig. Zum 31. Juli 2026 müssen die Fahrten europaweit ausgeschrieben werden. Laut den europäischen Vorschriften muss darüber hinaus schon jetzt bekannt gemacht werden, welche Leistungen künftig von den Bewerbern erwartet werden.

Aktuell ist das Angebot auf vielen dieser Linien sehr spärlich. Eigentlich gibt es nur morgens und mittags Schulbusse an Schultagen. Der Rest des Fahrplans besteht aus wenigen Rufbussen am Tag, die man mindestens eine Stunde vorher telefonisch bestellen muss, teilweise auch schon am Vortag. Besonders in den Ferien, abends und an Wochenenden sieht es düster aus. Sonntags fährt häufig nicht einmal ein Rufbus.

In den nächsten Tagen könnte die Nutzung der Rufbusse zusätzlich erschwert sein, da sich die Bestell-Telefonnummern geändert haben. Für den Aushang an den Haltestellen sind die Busunternehmer zuständig. Das Landratsamt werde auf sie einwirken, auf aktuelle Aushänge zu achten, so Pressesprecher Hähnlein. Allerdings hätten sie dafür angesichts der kurzfristigen Auftragsübernahme eine „gewisse Umstellungszeit“ eingeräumt bekommen.

Blick auf die Homepage des VGN empfohlen

Wer mit einem Rufbus fahren will, schaut also im Moment besser auf der Homepage des Verkehrsverbunds VGN oder in dessen App nach. Beim Verbund sind aber die neuen Nummern ebenfalls erst kurzfristig angekommen. Deswegen könnte es sein, dass in der ersten Tagen des August auch dort noch nicht alle aktuellen Informationen verfügbar sind, erklärte Melinda Burmeister-Neuls vom VGN auf Anfrage.

Nach dem derzeit noch gültigen Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2019 besteht Handlungsbedarf in Ferienzeiten bei den Linien 817, 818, 855, 856, 858 und 859. So soll das Angebot zwischen Rothenburg, Schnelldorf und Feuchtwangen ausgeweitet und der Bahnhof Schnelldorf besser angebunden werden.

Hoffen auf die „Romantische Schiene”

Ein weiterer Aspekt ist die mögliche Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Dombühl und Wassertrüdingen in einigen Jahren. Deshalb soll die Ausschreibung den Hinweis enthalten, dass eine „umfassende Überplanung“ erfolgt, falls die Romantische Schiene, wie die momentan ruhende Bahntrasse auch genannt wird, wieder in Betrieb gehen sollte.

Insgesamt könnten pro Jahr etwa 60.000 Kilometer mehr von den Bussen gefahren werden. Diese Zahl nannte der zuständige Sachgebietsleiter Ulrich Hausner im ÖPNV-Ausschuss des Kreistags. Pro Kilometer ist mit Kosten von 4,50 Euro zu rechnen. Von der Summe sind noch Einnahmen in unbekannter Höhe abzuziehen, um die Mehrkosten für den Landkreis beziffern zu können.

Der ÖPNV-Ausschuss empfahl, die Verbesserungen in die Ausschreibung aufzunehmen. Den Beschluss dazu trifft dann der Kreisausschuss.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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