Die Stadt hat eine neue Maienkönigin: Die 17-jährige Vanessa Barth tritt am 1. Mai ihr Amt an. Die Freude auf ihre neue Aufgabe wächst. Die Elftklässlerin des Gymnasiums der Christian-von-Bomhard-Schule ist kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Repräsentation. Sie war bereits Christkind der Stadt. Zwei Jahre lang hatte sie dieses Amt inne.
„Ich war das Corona-Christkind“, sagt sie. Einen Weihnachtsmarkt gab es in ihrer Zeit als Christkind während der Pandemie nicht, also zog Vanessa Barth mit dem Nikolaus durch die Stadt und begrüßte die Kinder mit Mund-Nasen-Schutz.
Als Bürgermeister Wolfgang Lampe sie auf die Position der Maienkönigin ansprach, musste Vanessa Barth zunächst überlegen. Mit 17 Jahren ist sie minderjährig – doch ihr wurde signalisiert, dass das für das Amt kein Hindernis sei. Bürgermeisterstellvertreter Hermann Schuch stellte sie schließlich offiziell im Rathaus vor: „Schön, dass du das machst.”
Zeitlich gesehen passt das Ehrenamt in diesem Jahr, rechtzeitig vor ihrem Abitur, gut. Neben der Schule engagiert sie sich bei der Jugendfeuerwehr, dem Trachtenverein und der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu, wo sie Oberministrantin ist und Spielestunden für Kinder organisiert.
In ihrer Freizeit spielt sie Tennis. „Ich mache generell ganz gern Sport“, verrät Vanessa Barth. Wichtig ist ihr vor allem „der Kontakt mit Menschen, die ihr guttun“.
Als Maienkönigin stehen ihr auch die Partnerschaftsreisen offen. Eine Fahrt nach Kolbudy in Polen ist bereits geplant – und auf dem Weg dorthin wird sie erstmals an die Ostsee kommen. Barth hofft, auch die Partnerstädte Pratovecchio-Stia und Egletons besuchen zu dürfen.
Ihre Festrede für Freitag, 1. Mai, muss die neue Maienkönigin noch schreiben. Was sonst noch fehlt, bringt Mutter Daniela Barth auf den Punkt: „Dann brauchen wir nur noch das schöne, passende Wetter.“