Neue Decke für die Kreisstraße zwischen Münchzell und Bonnhof | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.09.2025 13:00

Neue Decke für die Kreisstraße zwischen Münchzell und Bonnhof

Der Bau- und Verkehrsausschuss des Ansbacher Kreistags machte sich vor Ort ein Bild von den Straßenschäden auf der Strecke zwischen Münchzell und Bonnhof.  (Foto: Thomas Schaller)
Der Bau- und Verkehrsausschuss des Ansbacher Kreistags machte sich vor Ort ein Bild von den Straßenschäden auf der Strecke zwischen Münchzell und Bonnhof. (Foto: Thomas Schaller)
Der Bau- und Verkehrsausschuss des Ansbacher Kreistags machte sich vor Ort ein Bild von den Straßenschäden auf der Strecke zwischen Münchzell und Bonnhof. (Foto: Thomas Schaller)

Im nächsten Jahr müssen Autofahrerinnen und Autofahrer zwischen Münchzell und Bonnhof (Landkreis Ansbach) noch über die schadhafte Kreisstraße holpern. Aber 2027 wird der Oberbau der Strecke dann voraussichtlich erneuert, stellt Martin Schuldhaus vom Staatlichen Bauamt Ansbach in Aussicht.

Weder Münchzell noch Bonnhof kann man als Weltstadt bezeichnen, aber die Straße dazwischen hat trotzdem eine überörtlichen Bedeutung, weil sie mit die schnellste Verbindung von Dietenhofen nach Heilsbronn und damit zur Autobahn A6 darstellt. 2024 waren dort 528 Autos und 61 Laster pro Tag unterwegs.

Verkehrsaufkommen kann sich ändern

Das klingt nicht nach besonders viel Verkehr, was sich aber schnell ändern kann, meint der Dietenhofener Bürgermeister Rainer Erdel. „Die Zahlen sind eine Momentaufnahme”, sagt er und erinnert daran, dass vor der Inbetriebnahme des neuen Playmobil-Lagers in Herrieden, viele Lkws dieses Spielzeugunternehmens auf der Route unterwegs waren.

Etwa auf halber Strecke liegt der Heilsbronner Ortsteil Betzendorf. Dort soll von der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt auf einer Seite ein Gehweg gebaut werden. Das hat der Heilsbronner Stadtrat beschlossen, informiert Moritz Bießmann, der bei der Stadt Heilsbronn das Sachgebiet Planen und Bauen leitet.

Bankett soll besser befahrbar gemacht werden

Allerdings sind hier noch Gespräche mit den Anliegern nötig, die Flächen verkaufen müssten. Ein früherer Anlauf dazu war vor Jahren erfolglos geblieben.

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Im Rahmen der Oberbauverstärkung wird die Tragschicht und die Asphaltdecke, die an den Rändern teilweise schon ziemlich heruntergefahren ist, erneuert und wieder auf ihre ursprüngliche Breite gebracht. Außerdem werden auf einigen Abschnitten Rasengittersteine am Rand eingebaut, um das Bankett besser befahrbar zu machen.

Deutliche Verbesserung, aber kein Vollausbau

Gearbeitet wird in zwei Bauabschnitten, die in Betzendorf getrennt werden. Der erste Abschnitt ist laut Martin Schuldhaus 1886 Meter lang, der zweite 2468 Meter, was eine Gesamtlänge von rund 4,3 Kilometern ergibt.

Damit erreiche man zwar eine „deutliche Verbesserung”, um einen Vollausbau handele es sich jedoch nicht, betont stellvertretender Landrat Hans Henninger. Daher bleibt die bisherige, „nicht optimale” Linienführung mit ihren Kurven erhalten. „Wo sinnvoll und möglich”, so Schuldhaus, wird es aber leichte Verbreiterungen geben. Auch die kleine Brücke über den Triebendorfer Graben bleibt in ihren Dimensionen unverändert. Ein Grunderwerb ist nicht geplant und sei in diesem Bereich wohl auch schwierig. Der Anschluss an die Straße nach Markttriebendorf werde an den neuen Oberbau angepasst, versichert der Mann vom Staatlichen Bauamt.

Der Bau- und Verkehrsausschuss des Ansbacher Kreistags machte sich im Rahmen einer Rundfahrt vor Ort ein Bild von der künftigen Baustelle. Kreisrat Heinz Henninger wies dabei auf die problematische Steigung am Berg hin, wo eine Verbreiterung besonders erstrebenswert wäre.

Die Kosten sind noch offen

Und was kosten das Projekt? Zu dieser Frage hält sich Sachgebietsleiter Markus Kriegler vom Landratsamt Ansbach noch bedeckt. Die Arbeiten seien noch nicht ausgeschrieben, meint er. Wenn man jetzt schon Zahlen in den Raum stelle, würde das möglicherweise Auswirkungen auf die Ausschreibung haben. Sicher ist aber schon jetzt, dass das Vorhaben zu den aufwendigsten Straßenbaumaßnahmen des Landkreises im Jahr 2027 gehören wird.

Der Bau- und Verkehrsausschuss setzte seine Fahrt nach dem Ortstermin bei Münchzell fort und besichtigte anschließend die Stützwände an der Ketteldorfer Straße in Heilsbronn, die Ortsdurchfahrten von Petersaurach (Langenloher Straße), Lentersheim, Ammelbruch und Beyerberg sowie die Kreisstraßen von Röckingen nach Lentersheim und von Dorfkemmathen nach Langfurth.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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