Entspannt plätschert die Anreisewelle zum Summer-Breeze-Festival in Richtung Gelände beim Dinkelsbühler Stadtteil Sinbronn. Sowohl Fans als auch Polizei und Ordnungskräfte sind am Dienstag mit dem reibungslosen Ablauf zufrieden.
„Black Earth“ heißt das Areal, auf dem an die 30 Abfertigungschleusen für das zügige Einchecken der Besucherinnen und Besucher sorgt. Mit unter den Ersten sind Sophia und Alex aus Dinkelsbühl, die mit Freunden aus Oettingen und Harburg in Schwaben sowie Andrej aus Dortmund an der Kontrollstation warten. Für sie hat sich das System, das in diesem Jahr erstmals „Einlass-Slots“ vorsieht, bewährt.
Sie erinnern sich noch gut daran, wie sie im vergangenen Jahr stundenlang an der Schleuse warten mussten, obwohl sie bereits morgens um 2 Uhr angereist waren, erzählt Alex. Deshalb gebe es am neuen System nichts zu kritisieren.
Auch für die Ordner lässt sich der Vormittag entspannt an. Ferhat, Andreas und Luca haben genug Zeit, um die Metal-Fans einzuweisen. „Alle sind gut drauf“, freut sich Ferhat. Da bleibe sogar Zeit für ein Gespräch.
Jürgen Müller von der Dinkelsbühler Polizeiinspektion, der in Illenschwang einen kurzen Stopp einlegt, berichtet ebenfalls, dass der Beginn der Anreisewelle trotz der Großbaustelle in der Dinkelsbühler Ortsdurchfahrt aktuell reibungslos läuft. Das war so nicht erwartet worden.
Die Straßen in der Kernstadt sind jedenfalls frei. Auf der Staatsstraße in Richtung Festival-Gelände kommt es am frühen Nachmittag erst kurz vor der Schleuse zu Wartezeiten.
Einen rund drei Kilometer langen Rückstau gab es laut Marcus Breiden, stellvertretender Leiter der Dinkelsbühler Polizeiinspektion, die für die Verkehrsregelung zuständig ist, an der „Binninger-Kreuzung“ in Wilburgstetten. Der Stau sei aber schnell aufgelöst worden, indem die Ampelanlage ausgeschaltet und der Verkehr von Beamten geregelt wurde. „Unsere Maßnahmen, die Verkehrsströme zu leiten, haben wohl funktioniert“, meint Breiden. Beschwerden habe es keine gegeben.
In diesem Jahr gibt es erstmals versuchsweise Anreise-Slots, also Zeitfenster, in denen die Ankunft stattfinden soll. Am Dienstag dürfen lediglich die aufs Gelände, die im Vorfeld einen solchen Termin gebucht hatten. Die Polizei nennt 20.000 bis 22.000 Fans, die das Angebot genutzt haben sollen, also rund die Hälfte der erwarteten Fans. Die Abwicklung der Kontrollen an den Schleusen läuft offenbar so reibungslos, dass der Veranstalter bereits für den Abend spontane Anreisen ermöglicht.
Bis Mittwoch werden in Dinkelsbühl 45.000 Besucherinnen und Besucher bei Summer Breeze erwartet. Die meisten reisen mit einem Fahrzeug an.