Naturpark Frankenhöhe: Es gibt weniger Fördermittel | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.07.2025 08:00

Naturpark Frankenhöhe: Es gibt weniger Fördermittel

Der Naturpark Frankenhöhe umfasst ein Gebiet von rund 1100 Quadratkilometern. Auch Colmberg gehört dazu. (Foto: Manfred Blendinger)
Der Naturpark Frankenhöhe umfasst ein Gebiet von rund 1100 Quadratkilometern. Auch Colmberg gehört dazu. (Foto: Manfred Blendinger)
Der Naturpark Frankenhöhe umfasst ein Gebiet von rund 1100 Quadratkilometern. Auch Colmberg gehört dazu. (Foto: Manfred Blendinger)

Es galt, eine umfangreiche Tagesordnung auf der Mitgliederversammlung des Naturparks Frankenhöhe abzuarbeiten. Vorsitzende Renate Hans begrüßte dazu 25 Mitglieder in der Tauberzeller Hirtenscheune, in der Bürgermeister Johannes Schneider den Teilnehmenden einen kurzen Überblick zur Gemeinde Adelshofen und deren Ortsteil Tauberzell gab.

25 Vertretende von Mitgliedsgemeinden und Organisationen waren nach Tauberzell gekommen. Eine „Punktlandung“, wie Vorsitzende Renate Hans es formulierte. Mindestens die Hälfte der 50 Mitgliedsorganisationen sind laut Satzung zur Beschlussfassung notwendig. Der Naturpark Frankenhöhe, getragen von den Mitgliedern, umfasst ein Gebiet von rund 1100 Quadratkilometern und liegt innerhalb der Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sowie der kreisfreien Stadt Ansbach.

Zügig und per Akklamation ging die Wahl eines neuen Beisitzers für den ausgeschiedenen Neustädter Altlandrat Helmut Weiß über die Bühne. Vorgeschlagen war der aktuelle Neustädter Landrat Dr. Christian von Dobschütz, der einstimmig ins Amt gewählt wurde. Ohne Gegenstimme wurde dem Aufnahmeantrag der Lokalen Aktionsgruppe Rangau stattgegeben. Sie wird keinen Beitrag entrichten, ist aber auch nicht stimmberechtigt.

Erfolgreiche Bildungsarbeit

Benjamin Krauthahn gab als Mitglied der Geschäftsführung einen Rückblick auf das Jahr 2024 und einen Ausblick auf die in Angriff genommenen und anstehende Projekte für 2025. 2024 war beispielsweise ein Schwerpunkt die Kartierung von Vorkommen der Gelbbauchunke im Rechtlerwald Ickelheim. Bestandskontrollen des Feuersalamanders, unter anderem bei Burgbernheim, gehörten ebenso dazu wie die weitere Pflege des Hutewaldes bei Hohenau, die bereits seit 2020 läuft. Als „großes Standbein“ bezeichnete Krauthahn die Bildungsarbeit, die sich auch in Zahlen ausdrücken lässt: An 104 Schulveranstaltungen nahmen 2420 Kinder teil.

Diese Projekte setzen sich 2025 fort. Es stehen die Zertifizierungen der Grundschulen Lehrberg und Schillingsfürst auf der Agenda. Der Naturpark Frankenhöhe ist Teil des bundesweiten Netzwerkes der Naturparkschulen. Die Auszeichnung als Naturparkschule erfolgt durch eine dauerhafte Kooperation zwischen dem Naturpark, interessierten Schulen und außerschulischen Bildungspartnern.

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Außerdem ist geplant, weitere Orientierungstafeln aufzustellen, unter anderem in Oberdachstetten. Diese Tafeln sind entweder neu am Standort oder ersetzen veraltete und unansehnliche Tafeln. Nachdem auch die Wandermöglichkeiten im Fokus der Naturparks stehen, soll unter anderem der zu erneuernden Treppen zur Frankenhöhe in Burgbernheim Unterstützung durch den Naturpark erfahren.

Biotope sollen entstehen

Zu den heuer geplanten Fördermaßnahmen zählte Benjamin Krauthahn unter anderem Maßnahmen für den Laubfrosch am Obernzenner See oder die Schaffung von Biotopen bei Leutershausen. Das Jahresprogramm des Naturparks Frankenhöhe umfasst über 50 Veranstaltungen, darunter fallen das Ferienprogramm und Lehrerfortbildungen. Wie bei anderen Organisationen im Natur- und Umweltschutz hat auch die „Fördermittel-Vollbremsung“ (Renate Hans) finanzielle Auswirkungen auf die Arbeit der Organisation Naturpark Frankenhöhe. „Die sehr großen Herausforderungen zwingen uns zu genauen Kalkulationen und eventuellen Zwischenfinanzierungen“, sagte Renate Hans.

Nach einem Kassenbericht durch Benjamin Krauthahn erfolgte auf Antrag der Kassenprüfer die einstimmige Entlastung des Vorstands. Ebenso einstimmig genehmigte die Versammlung den Finanzplan für das laufende Jahr. Neben internen Änderungen sprach Renate Hans das geplante Naturpark-Infozentrum an. Die sei aktuell „auf Eis gelegt“, sagte sie. Trotz möglicher Förderungen sei eine große Eigenleistung zu stemmen und vor allem die Folgekosten selbst zu tragen. „Das wäre auch durch Sonderumlagen nicht darstellbar“, so ihr Fazit. Zum Punkt Zonierungskonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen erwähnte Hans, dass den Kommunen mittlerweile die endgültigen Unterlagen zugegangen seien.


Von Hans-Bernd Glanz
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