Nach Neustadt an der Bleichanlage hat nun auch der Stadtteil Schauerheim eine Boulebahn am Sportplatz. Diese wurde der Öffentlichkeit am Samstagnachmittag mit einem kleinen Fest übergeben.
Die Anlage zum Bocciaspielen ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ideengeber Walter Schneider, der Stadt Neustadt mit Bürgermeister Klaus Meier, von der Kommunalen Allianz mit Managerin Theresia Pöschl und von vielen freiwilligen Helfern aus Schauerheim mit Ortssprecher Achim Pfund.
Der gebürtige Neustädter Walter Schneider kam erst vor zwei Jahren mit seiner Frau Jeanette aus der Schweiz wieder zurück und wohnt nun in Schauerheim, wo er sich laut dem Bürgermeister engagiert und die Boulebahn als mögliches Projekt für das Regionalbudget vorgeschlagen hatte. Mit Erfolg. Die Bocciabahn in Schauerheim wurde mit rund 6400 Euro von etwa 11.000 Euro bezuschusst.
Das Stadtoberhaupt zollte den Schauerheimer Bürgern große Anerkennung für die erbrachten Eigenleistungen wie die selbstgebauten Sitze, die Bepflanzung, das Verteilen der Hackschnitzel und das Bewässern des Rasens.
Die Dorfgemeinschaft und der Gartenbauverein hatten die Pflanzen im Wert von 1000 Euro gespendet. Laut Klaus Meier hat sich auch Frank Maes vom Bauamt sehr stark für das Projekt eingesetzt. Achim Pfund stellte in seiner Rede fest, dass er zu Beginn des Projekts nicht gewusst hatte, was eine Boulebahn ist. Dann aber merkte er, dass darauf Boccia gespielt wird und er dies in seiner Kindheit auch gerne getan habe. Er erinnerte daran, dass die Dorfgemeinschaft in den vergangenen Jahren einiges für die Kinder geschaffen hatte – nun gibt es etwas Neues für die ältere Generation.
Da noch ein Tisch an der Anlage fehlt, soll dieser mit den Einnahmen von Kuchen und Kaffee noch gekauft werden. Die Bahn soll nun regelmäßig genutzt werden, so Achim Pfund. Jeden Dienstag ist nun ab 16.30 Uhr bis zur Dunkelheit Boccia in Schauerheim angesagt. Die Anlage kann aber auch zu anderen Zeiten genutzt werden.
Klaus Meier sagte als begeisterter Bocciaspieler sein Kommen zu dem Dienstagtermin zu, soweit er Zeit habe. Er regte zudem die Gründung eines Vereins an, um so an einem möglichen Spielbetrieb teilnehmen zu können.
Da es außerdem wenige Bocciavereine gibt, könne man eventuell schnell in höheren Klassen mitspielen, wie die Ansbacher in der Bayernliga.
Gegenüber unserer Zeitung stellte Theresia Pöschl fest, dass die Kommunale Allianz mit dem Regionalbudget die ländlichen Räume bezüglich Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume sichern und weiter entwickeln will. Antragsberechtigt sind Vereine, Institutionen, Kirchen, Kommunen und Privatleute. 2023 werden wahrscheinlich rund 99.000 Euro an 18 Kleinprojekte vergeben. Ein Projekt darf maximal 20.000 Euro Nettokosten verursachen.