Nach Sturz in die Rezat in Ansbach: Das passiert mit dem kaputten Geländer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.03.2025 10:25

Nach Sturz in die Rezat in Ansbach: Das passiert mit dem kaputten Geländer

Seit dem Unfall ist das Geländer zur Rezat notdürftig gesichert. Den Auftrag für die Reparatur hat die Stadt Ansbach im Februar vergeben. (Foto: Florian Schwab)
Seit dem Unfall ist das Geländer zur Rezat notdürftig gesichert. Den Auftrag für die Reparatur hat die Stadt Ansbach im Februar vergeben. (Foto: Florian Schwab)
Seit dem Unfall ist das Geländer zur Rezat notdürftig gesichert. Den Auftrag für die Reparatur hat die Stadt Ansbach im Februar vergeben. (Foto: Florian Schwab)

Der Sturz eines Autofahrers in die Rezat zu Beginn des Jahres gehört mit Sicherheit zu den spektakuläreren Unfällen in der jüngeren Vergangenheit. Seitdem ist das Geländer entlang der Residenzstraße nur notdürftig gesichert. Die Reparatur soll nach derzeitigem Stand im Mai erfolgen.

Es war der Abend des 22. Januars dieses Jahres, als ein 60-jähriger Autofahrer quer über die vierspurige und in der Regel stark befahrene Residenzstraße bretterte, das Geländer hin zur Rezat durchbrach und mit seinem Fahrzeug drei Meter in die Tiefe stürzte. Vorausgegangen war laut den Angaben der Ansbacher Polizei ein Fluchtversuch, weil der Mann im Vorfeld wegen überhöhter Geschwindigkeit ein anderes Auto, das in der Jüdtstraße geparkt war, beschädigt hatte.

Brückengeländer an der Rezat provisorisch gesichert

Statt sich um den Schaden zu kümmern, geriet der Fahrer offenbar derart in Panik, dass er von der Jüdtstraße geradeaus durch die Fischstraße raste und in der Folge über die vierspurige Residenzstraße, den Geh- und Radweg fuhr und durch das Geländer. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, er wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Den Gesamtschaden an seinem Auto, am angefahrenen Pkw und am Brückengeländer, das auf einer Länge von etwa drei Metern eingerissen wurde, schätzte die Polizei im Januar auf etwa 25.000 Euro. Mittlerweile sind über zwei Monate vergangen. Das beschädigte Geländer ist seitdem notdürftig mit einem Bauzaun und Warnbaken abgesichert, um zu verhindern, dass Passanten in die Tiefe zu stürzen.

Im Januar hatte die Stadt Ansbach, in deren Aufgabenbereich das Geländer fällt, gehofft, dass der Schaden nicht so massiv, die Reparatur dementsprechend nicht so aufwendig ist. Jetzt ist klar, was wirklich ersetzt werden muss. Wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters auf FLZ-Nachfrage mitteilt, müssen zwei Segmente des Geländers mit einer Länge von 4,90 Metern neu hergestellt werden. Hinzu kommt noch der Handlauf, der auf einer Länge von 9,50 Metern ersetzt werden muss.

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Reparatur gestaltet sich als etwas kompliziert

Damit aber noch nicht genug: In den Handlauf ist als zusätzlicher Sicherheitsfaktor noch ein Drahtseil eingezogen. Auch hier müssen die Experten Hand anlegen, zwölf Meter neues Seil einziehen und mit dem bestehenden Drahtseil verbinden. Der Auftrag für die Reparatur wurde laut Anne Ziegler bereits im Februar vergeben. Die Arbeiten selbst sollen Mitte bis Ende Mai beginnen. Was das alles kosten wird, dazu kann die Stadt derzeit noch keine Auskunft geben. Klar ist für die Verantwortlichen aber, wer die Kosten zu tragen hat. Aus ihrer Sicht hat der Verursacher für den Schaden zu haften.

Die Stadt hatte mit Blick auf den Umfang der Reparaturarbeiten noch Glück im Unglück. Denn zwischenzeitlich wuchs bei den zuständigen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung die Befürchtung, dass das Geländer noch viel umfangreicher ersetzt werden muss. Die Rede war zeitweilig davon, dass es bis zur ehemaligen Einfahrt zur Regierung von Mittelfranken erneuert werden muss.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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