Das deutsche Eiskunstlauf-Erfolgspaar Minerva Hase und Nikita Volodin hat seine Zukunft auch nach dem eindrucksvollen Gold-Triumph bei der Weltmeisterschaft in Prag weiter offen gelassen. „Wir haben gerade erst die Weltmeisterschaften hinter uns gebracht, daher hatten wir noch keine Zeit, um über die Zukunft zu sprechen“, sagte Hase nach ihrem ersten WM-Titel mit Volodin. Nach Olympia-Bronze bei den Winterspielen in Italien vor fünfeinhalb Wochen krönte das Duo mit der Goldmedaille und einer persönlichen Bestleistung in der tschechischen Hauptstadt eine lange und strapaziöse Paarlauf-Saison.
Bis Mitte Mai werde es für sie dennoch keinen Urlaub geben, sagte Hase. „Wir haben ein paar Auftritte in Deutschland mit „Holiday on Ice”“, erklärte die 26-Jährige. Außerdem habe sie noch Verpflichtungen als Sportsoldatin. Um die nächste Saison habe sich das Duo noch keine Gedanken gemacht.
Hase hatte vor der WM angekündigt, die Entscheidung über eine gemeinsame Zukunft auch vom Trainingsumfeld in Berlin abhängig zu machen. Ob Berlin über 2026 hinaus Bundesstützpunkt bleibt, ist ungewiss.
„Wir werden auch etwas Zeit abseits des Eises haben, um darüber nachzudenken, was wir brauchen und was wir wollen“, sagte sie. „Und dann werden wir Gespräche mit unserem Team, der Deutschen Eislauf-Union und allen, die uns unterstützen, führen. Dann werden wir schauen, wie es weitergeht oder ob es überhaupt weitergeht. Wir lassen es offen.“
In Abwesenheit der japanischen Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara, die auf eine Teilnahme in Prag verzichteten, bewiesen Hase/Volodin Nervenstärke. Nach einem tadellosen Kurzprogramm zeigten die beiden eine ausdrucksstarke Kür. Lediglich beim geplanten dreifachen Salchow patzten sie. Da die zweitplatzierten Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa zuvor sogar stürzten, liefen Hase/Volodin als letztes Paar auf dem Eis souverän zu Gold.
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