Ingo Hayduks Tod am 8. Februar hat in Ansbach große Trauer hervorgerufen. Die Familie des früheren Stadtrats und Vertreters des Sports bat anstelle von Kränzen und Blumen um Spenden. Daraufhin kamen 7200 Euro zusammen. Seine Witwe Christel Hayduk schildert, welchen drei Institutionen jeweils 2400 Euro zugutekommen.
Der frühere langjährige Stadtrat, ehemalige Präsident des Landgerichts Ansbach und Vertreter des Sports in der Stadt starb im Alter von 85 Jahren. Nicht allein im Beruf galt sein Leitspruch: „Mein Bestreben war immer, dass man miteinander reden kann, auch in schwierigen Situationen.“
Die Spendensumme soll der Jugendarbeit in der Stadt dienen – und zwar beim Rotary Club Ansbach, bei der Erwin-Fricke-Stiftung und in der Abteilung Basketball im TSV 1860 Ansbach. Mit allen drei Institutionen war der Verstorbene sehr verbunden, wie Christel Hayduk deutlich macht.
Ingo Hayduk engagierte sich zum Beispiel im Rotary Club für andere Menschen, auch als Präsident des Serviceclubs. In der Erwin-Fricke-Stiftung setzte er mit seinem Wirken im Stiftungsvorstand ebenfalls Akzente. Diese „fördert auch oft junge Künstler”, betont Ingo Hayduks Tochter Gaby Hofmeier. Ihr Vater sei ja gleichermaßen sehr musikalisch gewesen.
Im TSV wirkte er in unterschiedlichen Rollen: vom Spieler über die Funktionen als Trainer, Vizepräsident und Präsident bis zum Ehrenpräsidenten. Gaby Hofmeier erinnert an ein Basketball-Turnier, den Ansbach Piranhas Next Generation Cup 2025 mit rund 160 Kindern und Jugendlichen. Hauptsponsor Dr. Axel Jaksche engagierte ihren Mann als Schirmherren, wie Christel Hayduk erinnert.
Bewegt sieht sich Gaby Hofmeier Fotos von dem Cup an – mit Ingo Hayduk mitten unter den jungen Menschen. „Das war sein Leben”, blickt sie zurück. „Auch meine Jugend war so, wir waren immer in der Turnhalle und mein Vater war mein eigener Trainer.”
Viele Spendende sorgten für einen stattlichen Betrag. „Das hätte ihn sehr gefreut”, unterstreicht Christel Hayduk. Es „ist in seinem Sinne”, ist Tochter Gaby Hofmeier überzeugt, „ich glaube auch, dass das die Menschen gespürt haben, die gespendet haben.” Sie war überrascht, dass diese so viel gaben. Neben dem Trost „ist auch ein gewisser Stolz dabei”. Es sei „schön zu sehen, wie man ihn geschätzt hat”.