Nach Brand in der Herbartstraße in Ansbach: Alle Bewohnenden sind untergekommen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.01.2026 06:54

Nach Brand in der Herbartstraße in Ansbach: Alle Bewohnenden sind untergekommen

Von einem Balkon im ersten Obergeschoss hatte sich das Feuer in der Silvesternacht ausgebreitet. Das Polizeipräsidium spricht von einem Schaden in Millionenhöhe. (Foto: Florian Schwab)
Von einem Balkon im ersten Obergeschoss hatte sich das Feuer in der Silvesternacht ausgebreitet. Das Polizeipräsidium spricht von einem Schaden in Millionenhöhe. (Foto: Florian Schwab)
Von einem Balkon im ersten Obergeschoss hatte sich das Feuer in der Silvesternacht ausgebreitet. Das Polizeipräsidium spricht von einem Schaden in Millionenhöhe. (Foto: Florian Schwab)

Statt mit den Liebsten in das neue Jahr zu feiern, endete die Silvesternacht für 37 Bewohnende in einem Wohngebäude in der Herbartstraße mit einem kapitalen Brand. Die Betroffenen haben mittlerweile wieder ein Dach über dem Kopf. Ob sie in ihr Zuhause zurückkehren können, ist indes ungewiss.

Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst waren in der Silvesternacht in die Ansbacher Herbartstraße geeilt, um den Großbrand in dem Wohngebäude zu bekämpfen. Die letzten Feuerwehrkräfte rückten am Neujahrsmorgen gegen 8 Uhr ab.

Neun Unterkünfte sind bereits vermittelt

Trotz ihres unermüdlichen Einsatzes verloren die 37 Bewohnerinnen und Bewohner der 22 Wohnungen von jetzt auf gleich ihr Zuhause und mussten die Nacht in der benachbarten Sporthalle der Weinbergturnhalle verbringen. Was sich in den Tagen danach zeigte, war eine große Hilfsbereitschaft.

Insgesamt 41 Wohnungsangebote sind nach dem Großbrand bei der Stadtverwaltung eingegangen, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister mitteilte. 17 Angebote stammten aus dem Stadtgebiet und 24 aus dem Ansbacher Landkreis. Neun Unterkünfte seien bereits vermittelt worden, berichtete Ziegler weiter. Zudem laufen noch einige Besichtigungen.

Der Bau mit insgesamt 22 Wohnungen ist nicht bewohnbar. Vieles spricht im Moment dafür, dass das Haus abgerissen werden muss.  (Foto: Robert Maurer)
Der Bau mit insgesamt 22 Wohnungen ist nicht bewohnbar. Vieles spricht im Moment dafür, dass das Haus abgerissen werden muss.  (Foto: Robert Maurer)

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Es gibt aber auch Betroffene, die die Angebote nicht annahmen – weil sie sich selbst etwas suchen wollen, bei Familie und Freunden untergekommen sind, wie die Verwaltungssprecherin darlegte. Es gibt aber auch Personen, die noch im Hotel oder in Ferienwohnungen Unterschlupf gefunden haben. Unter dem Strich bleibt aber die gute Nachricht: Alle Betroffenen sind untergekommen, haben ein zumindest ein vorläufiges Dach über dem Kopf.

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Stiftung sichert Unterstützung zu

Die Nachricht über den Brand war auch für die Verantwortlichen der Joseph-Stiftung in Bamberg ein Schock. Dem kirchlichen Wohnungsunternehmen gehört das in Holzbauweise gebaute Gebäude in der Herbartstraße, das im Jahr 2014 eingeweiht wurde. Seit der Silvesternacht arbeiten die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Hochtouren, wie Pressesprecher Thomas Heuchling gegenüber der FLZ betonte.

Der zuständige Mitarbeiter sei bereits in der Brandnacht vor Ort gewesen. „Wir versuchen, den Betroffenen zu helfen, wo wir können”, führte Heuchling weiter aus. Auch er erklärte, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner mittlerweile anderweitig untergebracht werden konnten. Ob und wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, steht aktuell in den Sternen.

Zunächst muss sich nach den Worten von Heuchling ein Gutachter, der bereits bestellt ist, das Gebäude genauer ansehen. Erst dann wird sich zeigen, ob saniert werden kann oder ob gar neu gebaut werden muss.

Keine Hinweise auf Vorsatz

Wie es zu dem Brand gekommen ist, ist auch eine Woche nach dem Unglück stellenweise noch unklar. Bekannt ist, dass das Feuer auf einem Balkon im ersten Obergeschoss entstanden ist. Von hier breitete es sich über die hölzerne Fassade auf das Gebäude aus. Durch die Hitze wurden Fenster- und Balkonscheiben zerstört, weshalb das Feuer auch in das Innere des Gebäudes gelangte.

Bezüglich der Frage, was das Feuer ausgelöst hat, tappen die Ermittler weiterhin im Dunkeln. Es ist auch gut möglich, dass sich die Ursache nie zu 100 Prozent ermitteln lassen wird, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf FLZ-Anfrage am Mittwoch berichtete. Nach wie vor steht die Möglichkeit im Raum, dass der Brand durch Silvesterfeuerwerk ausgelöst wurde.

Keine Hinweise haben die Ermittler dagegen laut Polizeipräsidium gefunden, dass es sich um eine mutwillige oder vorsätzliche Brandlegung gehandelt hat. Der Schaden kann noch nicht genau beziffert werden, die Ermittler gehen aber von einem siebenstelligen Betrag aus. Nahezu alle Wohnungen seien im Moment nicht bewohnbar, so der Polizeipräsidiums-Sprecher weiter.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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