Mutmaßlicher Schütze: „Es sollte eine letzte Warnung sein“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.08.2026 05:01, aktualisiert am 28.08.2026 12:25

Mutmaßlicher Schütze: „Es sollte eine letzte Warnung sein“

Den Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen.  (Foto: Stefan Puchner/dpa)
Den Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen. (Foto: Stefan Puchner/dpa)
Den Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen. (Foto: Stefan Puchner/dpa)

Rund acht Monate nach einem mutmaßlichen Mordversuch an einen Döner-Imbissbesitzer hat der mutmaßliche Schütze zwar den Schuss auf den Mann eingeräumt. Er betonte aber vor dem Ulmer Landgericht über seinen Anwalt, er habe mit Absicht an ihm vorbeigeschossen. „Ich wollte niemanden treffen oder töten“, sagte er demnach zum Prozessauftakt. „Es sollte eine letzte Warnung sein.“ 

Der 19-Jährige hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft gemeinsam mit einem 22- und einem 20-Jährigen Ende Januar versucht, den Inhaber des Imbisses zu erschießen. Der in München geborene Grieche soll in dem Geschäft einen Schuss abgegeben haben, das Projektil verfehlte den Mann aber. Den Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen, wie das Landgericht mitteilte.

Steckt ein Clan-Konflikt dahinter?

Die Staatsanwaltschaft vermutet hinter dem Schuss einen Konflikt zwischen rivalisierenden türkisch-kurdischen Clans aus Nordrhein-Westfalen. So sei das Trio gezielt aus dem Großraum München nach Göppingen angereist, um den Gastwirt zu ermorden. Nach Aussage des 19-Jährigen ging es um EC-Karten und PIN-Nummern, er sei in die Sache hineingerutscht. 

Die beiden anderen Angeklagten schwiegen zum Auftakt des Verfahrens. Alle drei sitzen seit März in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind zwölf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Mitte Dezember fallen.

© dpa-infocom, dpa:260828-930-593868/2


Von dpa
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