Mühe, Moral - und ein neuer Schub? Augsburger Erleichterung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.10.2026 05:05, aktualisiert am 28.10.2026 11:26

Mühe, Moral - und ein neuer Schub? Augsburger Erleichterung

Machte in Aspach mit dem 4:2 den Deckel drauf: Anton Kade. (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)
Machte in Aspach mit dem 4:2 den Deckel drauf: Anton Kade. (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)
Machte in Aspach mit dem 4:2 den Deckel drauf: Anton Kade. (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Die Erleichterung war beim FC Augsburg allerorts spürbar. Im Gäste-Block, in dem die Fans den ganzen Abend über immer wieder gezündelt hatten. Im kleinen Presseraum, in dem Trainer Manuel Baum seiner Mannschaft ein „Riesenkompliment“ machte. Und im noch schmaleren Kabinengang, in dem Sportchef Benjamin Weber schon auf das Finale in Berlin angesprochen wurde.

Das mitunter wilde 4:2 (2:1) in der zweiten DFB-Pokal-Runde beim tapferen Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach soll den Augsburgern einen neuen Schub geben - auch für die Fußball-Bundesliga, in der am Samstag (15.30 Uhr/Sky) der Tabellendritte SC Freiburg zu Gast ist. So waren sie beim FCA nach dem Kraftakt darum bemüht, das Positive in den Vordergrund zu stellen.

„Das Allerwichtigste war, dass wir uns wieder ein gutes Gefühl geholt haben“, sagte Sportdirektor Weber. Das gelte unabhängig von der Ligazugehörigkeit des Gegners. Erfolge sind im Profisport eben durchs nichts zu ersetzen. Zuvor waren die Fuggerstädter immerhin fünf Pflichtspiele lang sieglos geblieben. 

Reaktion nach dem Aspacher Ausgleich

Vier Tore geschossen und eine Reaktion auf den zwischenzeitlichen Ausgleich der Aspacher gezeigt zu haben - das sind die Dinge, die für den FCA an diesem Dienstagabend überwogen. Dass diese Reaktion überhaupt erst nötig war, weil der Erstligist gegen den zwei Klassen tiefer beheimateten Außenseiter eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, gehört allerdings auch zur Wahrheit.

„Wir haben uns das Leben schwer gemacht“, räumte Weber ein. Durch die Ergebnisse zuvor hätte man eben auch „keine Selbstverständlichkeit in den Aktionen gehabt“, erklärte er - und resümierte letztlich dennoch: „Wir haben eine gute zweite Halbzeit gespielt“. Eine bessere als die erste, meinte Weber.

Trainer Baum: „Echt harte Arbeit“

Auch Trainer Baum lobte seine Mannschaft für den Umgang mit dem schnellen 2:2 nach der Pause. Gefühlt habe sie „fast noch ruhiger weitergespielt als davor“, zugleich aber „brutal gut verteidigen und immer wachsam sein“ müssen. Die Joker Arijon Ibrahimovic und Anton Kade sorgten mit ihren Toren schließlich noch für ein Augsburger Happy End. Zuvor hatte der Portugiese Rodrigo Ribeiro zweimal für die Gäste getroffen. „Wir sind richtig froh, dass wir weitergekommen sind“, sagte Baum. „Aber es war echt harte Arbeit.“ 

Wie weit es für die Augsburger, die im Pokal noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen sind, diesmal wohl gehen kann? Man denke von Runde zu Runde, sagte Doppelpacker Ribeiro diplomatisch. Ob das Endspiel in Berlin ein Thema sei, wurde Sportchef Weber gefragt. „Was wir auf jeden Fall betonen, und das dürft ihr gern so übernehmen oder schreiben“, sagte der 37-Jährige den Reportern: Der Pokal sei „der schnellste Weg zu einem Erfolgserlebnis“. Vier Schritte wären es noch bis zum Titel. Für die erleichterten Augsburger.

© dpa-infocom, dpa:261028-930-903865/2


Von dpa
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