Zufriedene Gesichter überall: Die Bilanz des Altstadtfestes 2026 fällt durchweg positiv aus. Selbst mit dem verregneten Donnerstagabend sind alle zufrieden.
„Die Frequenz insgesamt war gut”, stellt Kulturamtsleiterin Nadja Wilhelm fest. Ihre Abteilung organisiert das Fest und ist für Probleme aller Art zuständig. Das hat bestens funktioniert, wie etliche Händler und Verantwortliche aus den Vereinen im Gespräch unisono betonten. Selbst am Sonntagnachmittag waren die innenstadtnahen Parkplätze voll belegt. Die offenen Geschäfte waren da natürlich noch ein zusätzlicher Anreiz.
Es ist schwer zu schätzen, wie viele Menschen von Mittwoch bis Sonntag durch die Altstadt strömten. „In Summe waren es sicher mehr als 50.000”, zieht Wilhelm Bilanz. Dafür hatten Security und Polizei erstaunlich wenig zu tun. Ein paar wenige Einträge gibt es in den Polizeiberichten der vergangenen Tageim Zusammenhang mit dem Stadtfest.
Bis zum Abschluss, der sich traditionell am Sonntagabend in der Reitbahn bei den Kammerspielen abspielt, kamen die Besucherinnen und Besucher. „Klar hätten uns am Abend ein paar Grad mehr gut getan”, sagt Anna Schuster von den Kammerspielen stellvertretend für alle, die sich beim Stadtfest engagiert haben. „Aber es war eigentlich das ideale Stadtfest-Wetter: nicht zu heiß, nicht zu kalt.” In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kinderangebote in brütender Hitze gegeben, die dann wenig angenommen wurden.
„Die Leute waren da und sie waren kauffreudig”, hält Jürgen Wolf sichtlich zufrieden fest. Er hat am Karl-Burkhardt-Platz, dem kleinen Schlossplatz, mit seiner Essensbude gut Umsatz gemacht. „Von unserer Seite war es das beste Stadtfest seit vier Jahren”, so die Meinung Wolfs. „Die Menschen haben auch den Regen am Donnerstag gut mitgemacht.”
Auch die Stadtfreunde, die den Karl-Burkhardt-Platz in den vergangenen Jahren zusammen mit Wolf und der Volleyball-Abteilung des TSV entwickelt haben, sind rundum zufrieden. Vorsitzender Hans-Jürgen Eff: „Es war wieder ein wundervolles und friedvolles Miteinander.”Selbst der verregnete Donnerstagabend hat gut funktioniert, auch wenn er natürlich weniger Umsatz zur Bilanz beisteuerte als die anderen Abende. Aber die Stimmung war gut.
Da pflichten ihm Svenja Weiß und Alida Lieb vom Kulturgärtla sofort bei. „Die Stimmung am Donnerstag war super.” Das sieht Kevin Buckles vom Vorstand des Vereins zur Förderung der fränkischen Subkultur ebenso. „Am Donnerstagabend war bei uns das feierwütigste Volk.”
Auch der Verein, der im vergangenen Jahr erstmals mit seiner lauten Mischung aus Punk und Metal den Kaspar-Hauser-Platz vor dem Museum beschallte und für eine Bereicherung des musikalischen Angebots sorgte, spricht insgesamt von einem guten Ergebnis. Buchles und seine Mitstreiter Nino Zorzetto sowie Manuel Weybrecht wollen auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder beim Altstadtfest mitmachen.
Im vergangenen Jahr hatten sich die Subkultur-Leute noch mit der Gruppe „Das Kollektiv” zusammengetan, um ein Programm auf die Beine zu stellen. „Da waren wir erst acht Wochen vorher im Boot”, blickt Buckles zurück. Dieses Mal hatte das Kollektiv seinen eigenen Stand mit satten Elektrobeats gegenüber der Buchhandlung Rupprecht.
Kulturamtsleiterin Wilhelm ist sehr zufrieden, dass es gelungen ist, neue Akzente im Programm zu setzen, ohne alles auf Links drehen zu müssen. Das Programm vom Weißen Ross Immeldorf am markgräflichen Pavillon war aus ihrer Sicht eine sehr gute Ergänzung. Problem hier: Man kommt mit keinem Auto hin und muss alles, was benötigt wird, vom Rezatparkplatz hochtragen. Die Belohnung ist ein weiteres lauschiges Stadtfest-Plätzchen.
Der Kanu-Sport-Club hat den lange brachliegenden Storchenplatz gut genutzt, findet Wilhelm. Der Platz ist zwar sehr schön, aber wegen der erforderlichen Feuerwehranfahrtswege schwierig zu bespielen. „Das ist schon ein Aufwand. Aber das haben sie wirklich gut gemacht.” Wenig los war hingegen im Museumshof bei den Margraves. Nadja Wilhelm hofft auf einen Gewöhnungseffekt. „Die Menschen brauchen manchmal ein bisschen Zeit.” Das Areal würde sie gern intensiver nutzen, weil es viel Aufenthaltsqualität bietet.
Insgesamt ist der Tenor bei allen Beteiligten: „Es war über alle Tage hinweg ein gleichbleibend guter Besuch“, fasst Svenja Weiß vom Kulturgärtla zusammen. Was sich bei allen Gesprächen mit den Organisatorinnen und Organisatoren wie ein roter Faden durchzieht: das Lob für die Ehrenamtlichen. „Ohne die könnten wir das nicht stemmen”, bringt es Jürgen Wolf als Vertreter der Stadtfreunde auf den Punkt. Nahezu wortgleich äußern sich auch alle anderen.