Mit 20 Jahren ins Bürgermeisteramt? SPD Wilhermsdorf nominiert junge Kandidatin | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt

Mit 20 Jahren ins Bürgermeisteramt? SPD Wilhermsdorf nominiert junge Kandidatin

Die SPD Wilhermsdorf nominierte einstimmig die 20-jährige Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Magdalena Mitländer zur Bürgermeisterkandidatin 2026. Der Ortsvorsitzende Herbert Kropstat gratulierte herzlich. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Die SPD Wilhermsdorf nominierte einstimmig die 20-jährige Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Magdalena Mitländer zur Bürgermeisterkandidatin 2026. Der Ortsvorsitzende Herbert Kropstat gratulierte herzlich. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Die SPD Wilhermsdorf nominierte einstimmig die 20-jährige Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Magdalena Mitländer zur Bürgermeisterkandidatin 2026. Der Ortsvorsitzende Herbert Kropstat gratulierte herzlich. (Foto: Heinz Wraneschitz)

Magdalena Mitländer geht für die SPD in den Wahlkampf um den frei werdenden Posten des Bürgermeisters in der Marktgemeinde Wilhermsdorf. Einstimmig nominierte der Ortsverein die Studentin. Sie ist bislang als wissenschaftliche Mitarbeiterin für ein aktuelles SPD-Landtagsmitglied tätig: Wilhermsdorfs Ex-Bürgermeister Harry Scheuenstuhl.

Besonders erwähnenswert: Die Kandidatin wird auch am Wahltag – dem 8. März 2026 – gerade einmal 20 Jahre alt (oder besser jung) sein. Doch genau mit dieser jugendlichen Frische und ihrer mitreißenden Art hat sie offensichtlich die Ortsmitglieder der SPD überzeugt. Die geht jetzt also „einen neuen Weg mit einer jungen Bewerberin“: So fasste Nominierungsleiter Norbert Kirsch die Ausgangssituation zusammen.

Bisher nur weibliche Mitbewerberinnen

In ihrer Bewerbungsrede versprach Mitländer unter anderem, im Wahlkampf keine Schlammschlacht gegen die anderen – bis jetzt ebenfalls nur weiblichen – Mitbewerbenden zu führen. Sollte sie das Ortsruder übernehmen, kündigte sie bereits an, Entscheidungen „offen zu kommunizieren und nicht hintenrum. Und die Menschen mitreden lassen vorher, und nicht erst, wenn es beschlossen ist.“

Sie gab zu, in der Politik erst Erfahrungen sammeln zu müssen. Aber nicht nur als einstige Schülersprecherin des Langenzenner Gymnasiums habe sie gelernt, „Diskussionen auf Augenhöhe zu führen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren“. Grundsätzlich dürfe aber „niemand vergessen werden“.

Moderne Kommunikationswege mehr nutzen

Das sagte sie mit Blick auf die mehr als 1000 U18-Wilhermsdorferinnen und U18-Wilhermsdorfer sowie die ebenfalls über 1000 Menschen, die bereits über 65 Jahre alt sind. Doch wolle sie auch Alteingesessene und Zugezogene gleichermaßen berücksichtigen. Außerdem werde sie die modernen Kommunikationswege stärker nutzen, als es in der Gemeinde bislang üblich sei.

Das könnte Sie auch interessieren
Sitzungsgeld im Vergleich: Das „verdienen” Stadt- und Gemeinderäte im Kreis NeustadtRatsneuling Michael Seybold wird in Gebsattel gleich dritter BürgermeisterWassertrüdinger CSU reflektiert Wahl: Weniger Sitze, aber weiter stärkste FraktionMehr Sicherheit in Betzendorf: Stadtrat stimmt Verkehrsinseln zuInsinger Gemeinderat startet: Ein Neuer wird gleich zweiter BürgermeisterPersonelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGlasfaser für 45 weitere Adressen in Neuendettelsau: Was das die Kommune kostetMit Flohmarkt und Blaulicht-Einblicken: Freibad-Eröffnung in LichtenauBeim Dorfgemeinschaftshaus Oberscheckenbach hat der Feuerwehrteil PrioritätFünf Großbaustellen in Burgoberbach: Bürgermeister sieht Gemeinde auf gutem WegIn Wettringen werden fünf neue Mitglieder des Gemeinderates vereidigt„Fang mer ou”: Die neue Rathauschefin von Geslau legt mit einem Mundartsatz losVier Stunden lang vereidigt und diskutiert: Das ist der neue Uffenheimer StadtratDer neue Neustädter Kreistag gibt seinen Ausschüssen mehr Macht

Dass sie sich bewerbe, habe sie „nicht aus dem Bauch entschieden, sondern nachdem ich überzeugt war: Ich schaffe das.” So wie sie als Faschingsprinzessin ihre Frau gestanden oder als Schauspielerin in Langenzenner Theatergruppen „lautes deutliches Sprechen gelernt“ habe.

Alle stimmten für Mitländer

Ihr aktueller Chef Harry Scheuenstuhl bescheinigte ihr nach der Rede „eine überzeugende Vorstellung“. Und er hoffte, sie möge die gezeigte „Begeisterung mitnehmen in den Wahlkampf“. Die Parteimitglieder hatte sie offensichtlich schon im Vorfeld der Nominierung überzeugt: Der Ortvorsitzende Herbert Kropstat machte das auch an der „fast sensationellen“ Anwesenheit der Mitglieder bei der Versammlung fest – knapp die Hälfte der örtlichen SPDler waren gekommen. Und alle stimmten für Magdalena Mitländer als Kandidatin für den Chefposten im Rathaus.

Schon jetzt wünschte ihr Harry Scheuenstuhl „so viele Amtsjahre wie ich hatte“. Dabei hat sie erst noch ihren ersten Wahlkampf vor sich und nicht schon vier bestanden, wie der langjährige Bürgermeister.


Von HEINZ WRANESCHITZ
north