Metzgerei Sorg & Seitz zum Vorbild für Betriebe im Kreis Ansbach erklärt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.01.2025 08:48

Metzgerei Sorg & Seitz zum Vorbild für Betriebe im Kreis Ansbach erklärt

Manuel und Tobias Seitz (hinter der Theke von links) setzen auf regionale Schlachtung und Direktvermarktung. Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach und Bernd Mack, Obermeister der Fleischer-Innung Dinkelsbühl-Feuchtwangen, haben ihre Metzgerei besichtigt. (Foto: Stefan Neidl)
Manuel und Tobias Seitz (hinter der Theke von links) setzen auf regionale Schlachtung und Direktvermarktung. Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach und Bernd Mack, Obermeister der Fleischer-Innung Dinkelsbühl-Feuchtwangen, haben ihre Metzgerei besichtigt. (Foto: Stefan Neidl)
Manuel und Tobias Seitz (hinter der Theke von links) setzen auf regionale Schlachtung und Direktvermarktung. Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach und Bernd Mack, Obermeister der Fleischer-Innung Dinkelsbühl-Feuchtwangen, haben ihre Metzgerei besichtigt. (Foto: Stefan Neidl)

Die Arbeit der Brüder Manuel und Tobias Seitz, die vor etwas über einem Jahr die Metzgerei Sorg in Aurach übernommen haben, sieht das Regionalmanagement als beispielhaft für rund 70 Metzgereibetriebe und weitere Direktvermarkter im Landkreis Ansbach. Bei einer Betriebsbesichtigung wurde die Bedeutung der Nahversorger hervorgehoben.

Die Eltern hatten einen Stall mit 160 Mastschweinen, Manuel (31) und Tobias (29) haben von klein auf mitgeholfen. Die beiden haben den elterlichen Betrieb übernommen – und realisiert, dass sich das Geschäft mit den Mastschweinen nicht lohnt.

„Wir wollten etwas machen, was es in der Region nicht gibt“, so Tobias Seitz. Sie entschieden sich für Freilandhaltung von Duroc-Schweinen mit hofeigener Schlachtung und Verarbeitung. Es fing klein an mit dem Verkauf von Fleisch für Familienfeste und Schlachtung auf dem Hof in Leutershausen-Waizendorf. Die Nachfrage stieg, das Schlachthaus wurde zu klein und das Geschäft war nicht mehr von der Familie allein zu stemmen.

Freude über die Übernahme der Metzgerei Sorg

Zeitgleich wurde Ende 2023 bekannt, dass Metzger Maximilian Sorg – bei dem Tobias Seitz seine Ausbildung zum Metzger gemacht hatte – Nachfolger für seinen Familienbetrieb in Aurach sucht. Die Brüder wagten die Übernahme – und haben es etwas mehr als ein Jahr später nicht bereut. Sie haben die 15 Mitarbeitenden übernommen, auch der ehemalige Inhaber Maximilian Sorg arbeitet weiter im Betrieb.

„Wir arbeiten Hand in Hand und ergänzen uns sehr gut“, freut sich Manuel Seitz. Simon Göttfert, Bürgermeister der Gemeinde Aurach, betont, dass die Bürgerinnen und Bürger aufgeatmet hätten, als klar wurde, dass der Nahversorger erhalten bleibt. In Zeiten, in denen immer mehr Metzgereien schließen, setzten die Brüder auf hochwertige Produkte. „Das ist für uns alternativlos“, betont Tobias Seitz.

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Geschlachtet wird bei Sorg & Seitz einmal in der Woche, die Tiere werden bereits einen Tag vorher von der Weide in Waizendorf nach Aurach transportiert. „So haben sie weniger Stress, das wirkt sich auf die Qualität des Fleisches aus“, sagt Tobias Seitz. Etwa 20 Prozent des Schweinefleisches, das bei Sorg & Seitz verkauft wird, stammt von Weideschweinen, der Rest kommt von Tieren aus konventioneller Haltung aus einem Umkreis nicht weiter entfernt als sieben bis acht Kilometer.

Duroc-Schwein gibt's zu besonderen Anlässen

Im Alltag wählt die Kundschaft vermehrt Ware aus konventioneller Haltung, zu besonderen Anlässen, wird Duroc-Schwein gekauft. Das hochwertige Fleisch aus dem Angebot zu nehmen, kommt für die Brüder nicht in Frage. „Wir lassen uns nicht verunsichern, unsere Produkte sind mehr wert“, so Tobias Seitz. „Die Menschen sollen die Bedeutung von Lebensmitteln wieder schätzen lernen“, fügt Manuel Seitz hinzu.

Die Läden und Automaten der Direktvermarkter als reine Einkaufsmöglichkeit zu sehen, ist laut Andrea Denzinger zu klein gedacht: „Durch sie werden Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert, die Kaufkraft bleibt in den Orten und Leerständen wird vorgebeugt.“ Vernetzung und Austausch untereinander seien wichtig für das Bestehen solcher Betriebe wie die Metzgerei Sorg & Seitz. „Das geht nur gemeinsam“, betont Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Um Direktvermarktern und regionalen Initiativen eine Plattform zur Vernetzung zu bieten, lädt das Regionalmanagement am Landratsamt Ansbach am 4. Februar zur Veranstaltung „Nahversorger Netzwerk“ ein. Los geht es um 14 Uhr in den Räumen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach (Mariusstraße 26, 91522 Ansbach).

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