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Veröffentlicht am 02.08.2024 20:11

Mehr Sonnenstrom für das Naturfreibad in Merkendorf

Die Stadt Merkendorf will im Freizeitzentrum weniger Strom zukaufen müssen. Deshalb soll auf dem Gebäude im Eingangsbereich nun auch noch eine Photovoltaikanlage installiert werden. (Foto: Robert Maurer)
Die Stadt Merkendorf will im Freizeitzentrum weniger Strom zukaufen müssen. Deshalb soll auf dem Gebäude im Eingangsbereich nun auch noch eine Photovoltaikanlage installiert werden. (Foto: Robert Maurer)
Die Stadt Merkendorf will im Freizeitzentrum weniger Strom zukaufen müssen. Deshalb soll auf dem Gebäude im Eingangsbereich nun auch noch eine Photovoltaikanlage installiert werden. (Foto: Robert Maurer)

Die Photovoltaikanlage am Freizeitzentrum Weißbachmühle soll erweitert werden. Dafür hat sich der Stadtrat einstimmig und ohne große Diskussion ausgesprochen.

Bürgermeister Stefan Bach berichtete in der Sitzung im Energieforum des Steingruber-Hauses, dass bei der Überprüfung der größten Stromverbraucher im Stadtgebiet der Blick auf das Freizeitzentrum gefallen ist. Die Stadt betreibt dort ein Naturfreibad mit Zeltplatz und Wohnmobilstellplatz. Die Pumpen für die Reinigungstechnik saugen viel Energie. Knapp 60.000 Kilowattstunden pro Jahr werden verbraucht.

Beim Umbau vor knapp zehn Jahren wurde bereits eine Anlage mit einer Leistung von 29,7 Kilowatt-Peak auf dem Dach von Kiosk- und Sanitärgebäude installiert. Diese liefert rund ein Drittel des Bedarfs. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wäre eine größere Anlage beim Umbau 2016 nicht sinnvoll gewesen, führte der Bürgermeister aus. Doch die Rahmenbedingungen haben sich geändert.

Eine einfache und eine aufwendige Variante

Grundsätzlich gebe es zwei Möglichkeiten für eine Erweiterung, so Bach. Auf dem Sanitärgebäude am Zeltplatz wäre Platz für Module mit bis zu elf Kilowatt-Peak Leistung. Allerdings müssten dafür noch eine Strom- und eine Steuerungsleitung zum Technikraum des alten Kiosks gelegt werden. Einfacher sei es, das flache Dach des alten Kiosks mit Südausrichtung zu nutzen. Dort sind 23 Kilowatt-Peak möglich, der Zähler ist bereits im Gebäude.

Im Stadtrat war man sich sofort einig, dass diese Variante weiter verfolgt werden sollte. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von rund 25.000 Euro für die zusätzlichen PV-Module. Im Haushalt ist hierfür bislang nichts veranschlagt. Der Stadtrat sprach sich aber klar und ohne große Diskussion dafür aus, das Vorhaben dennoch weiter voranzutreiben und schnellstmöglich über außerplanmäßige Ausgaben umzusetzen.

Die Verwaltung wird nun mehrere Angebote einholen, dann soll der Stadtrat über die Vergabe entscheiden. Idealerweise erfolgt die Umsetzung noch in diesem Jahr. Der Strom soll so weit möglich direkt vor Ort im Freizeitzentrum genutzt werden. Nach Ansicht von Stefan Bach sollte das kein Problem sein, denn die Pumpen laufen von Ende April bis Ende September, also genau dann, wenn am meisten Sonne scheint.

Die Verwaltung klärt zunächst noch ab, wie es mit der Einspeisung von überschüssigen Mengen aussehen würde.

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