Medaille verschönt EM-Premiere von Pius Rosenecker aus Haslach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.05.2024 11:00

Medaille verschönt EM-Premiere von Pius Rosenecker aus Haslach

Mit Silbermedaille: Das Juniorentrio mit Pius Rosenecker, Marius John und Tim-Luca Schmidt (von links). (Foto: European Shooting Confederation)
Mit Silbermedaille: Das Juniorentrio mit Pius Rosenecker, Marius John und Tim-Luca Schmidt (von links). (Foto: European Shooting Confederation)
Mit Silbermedaille: Das Juniorentrio mit Pius Rosenecker, Marius John und Tim-Luca Schmidt (von links). (Foto: European Shooting Confederation)

Von seiner Premiere auf internationaler Bühne brachte der Haslacher Flintenschütze Pius Rosenecker gleich eine Medaille mit nach Hause. Die letzten Hoffnungen auf einen Olympiastart erfüllten sich für den Weihenzeller Andreas Löw bei der Europameisterschaft in Italien dagegen nicht.

Der Sportsoldat kam im Trapwettbewerb in Lonato mit 112 Scheiben nur auf den 64. Platz. Einer guten 24er-Runde zum Start folgte ein schwacher Durchgang mit nur 20 Scheiben, der alle Hoffnungen auf eine vordere Platzierung zunichte machte. In den weiteren Runden holte der 42-Jährige 24, 21 und 23 Scheiben vom Himmel.

Damit war die letzte Chance auf einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Paris vertan. Der Finaleingang lag bei 121 Scheiben. Auch die Teamkollegen Paul Pigorsch (Süptitz, 117 Scheiben, 31. Platz) und Marco Kroß (Torgau, 115, 36.) waren davon weit entfernt.

Mehr Wettkämpfe unter Druck nötig

„Sie konnten in dieser Drucksituation ihr Können im Wettkampf nicht umsetzen. Wir müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen: Mehr Wettkämpfe, um mit den Drucksituationen besser umzugehen“, meinte Bundestrainer Uwe Möller. In der Teamwertung landete das Trio auf Platz elf. Im Trio-Wettbewerb erzielten die deutschen Männer 139 Scheiben, Löw kam auf 47 (23, 24), und verpassten als Fünfte die Medaillenrunde nur um eine Scheibe.

Italien bei Junioren überlegen

Pius Rosenecker erlebte in Lonato in der Nähe des Gardasees seine erste Europameisterschaft. Der 17-Jährige, der das Sportgymnasium in Oberhof besucht, schlug sich ausgezeichnet, wofür es Lob vom Bundestrainer gab: „Sehr viel Freude haben mir die Junioren bereitet“, so Möller in seiner EM-Bilanz.

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Den Einzelwettbewerb der Trap-Junioren schloss Rosenecker auf Platz 18 im Mittelfeld ab. Nach fünf Runden (22, 24, 22, 21, 22) kam er auf 111 Scheiben. Für das Finale waren 116 Scheiben nötig. Gemeinsam mit Marius John (Friemar, 115, 8.) und Tim-Luca Schmidt (Subzow, 111, 16.) ergab das in der Teamwertung 337 Scheiben, mit denen die deutschen Junioren hinter den überlegenen Italienern (357) und knapp vor Tschechien (335) Platz zwei eroberten.

Bronze war in Reichweite

Eine weiteren Medaille hatte der Nachwuchs des Deutschen Schützenbundes im Trio-Wettbewerb in Reichweite. Mit 133 Scheiben (Rosenecker 41) und einem erfolgreichen Stechen gegen Ungarn qualifizierte sich das Trio für das Duell um Bronze, das gegen die Slowakei im Stechen allerdings verloren ging.

Ein weiteres Mal gefordert war Rosenecker im Mixed-Team-Wettbewerb. Hier erzielte er 60 Scheiben (22, 22, 16) und belegte an der Seite von Lea Blank (Iffeldorf, 57) mit insgesamt 117 Scheiben Platz zwölf. 135 waren hier nötig, um in die Medaillenmatches einzuziehen.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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