Die Bahnbrücke bei Großbreitenbronn und die Strecke von der Staatsstraße 2218 bis nach Waldeck will der Landkreis in diesem Jahr ausbauen. Die endgültigen Beschlüsse über die beiden Straßenbauprojekte muss der Kreistag aber noch fassen.
Darüber hinaus wurde im Verkehrsausschuss des Landkreises eine Liste mit den Projekten vorgestellt, deren Planung in diesem und in den nächsten Jahren vorbereitet wird. Dazu gehören die Kreisstraßen von Rösdorf bis Frankendorf, von Rückersdorf über Fischbach nach Wattenbach, von Großhaslach nach Ketteldorf, von der Kreisstraße bei Moosbach über Suddersdorf nach Bertholdsdorf, von Gebsattel nach Neusitz, von Thann nach Weidendorf und von Faulenberg nach Neuweiler.
Die Verwaltung informierte jeweils über den aktuellen Stand der Planungen, der Zuschussanträge und des mancherorts nötigen Grunderwerbs. Der 152 Meter lange Neubau der Brücke über die Bahnlinie bei Großbreitenbronn soll im Juni begonnen werden. Ein Jahr später könnte die rund zwei Millionen Euro teure Maßnahme dann vollendet sein. Die alte Brücke ist in so schlechtem Zustand, dass mit Warnbaken dafür gesorgt wurde, dass sie nur noch einspurig befahrbar ist. Außerdem gilt ein Tempolimit.
Die Fahrbahndecke der 920 Meter langen Verbindung von der Staatsstraße nach Waldeck ist gerissen und weist erhebliche Verdrückungen auf. Das Bankett wird nur mangelhaft entwässert. Auf der Straße sind täglich etwa 1230 Kraftfahrzeuge unterwegs, davon entfallen 18 Prozent auf den Schwerverkehr.
Die Strecke soll von aktuell 5,50 Meter auf 6 Meter verbreitert werden. Außerdem wird die Asphaltbetondecke abgefräst und erneuert. Die Kosten betragen voraussichtlich etwas mehr als 400.000 Euro. Der Ausbau erfolgt wegen des Radwegbaus gemeinsam mit der Stadt Dinkelsbühl. Zum weiteren Neubauprogramm gehört auch das Straßennetz rund um den geplanten Gewerbe- und Industriepark Interfranken sowie dessen Bahnanschluss. Dazu soll zwischen dem Landkreis und dem Zweckverband eine Vereinbarung über die Kostenverteilung geschlossen werden.
Dazu kommen ein knappes Dutzend Deckenbaumaßnahmen, die in diesem Jahr auf dem Programm stehen. Für sie sind 4,1 Millionen Euro veranschlagt.
Am Rande der Aussprache zu diesem Thema kritisierte Kreisrat Friedrich Herz, in Ortsdurchfahrten würden die Fahrbahnen nicht mehr markiert. Dies sei insbesondere nachts bei Nässe gefährlich. Er wollte wissen, ob dies eine Sparmaßnahme sei.
Ortsdurchfahrten würden schon seit über 25 Jahren nicht mehr markiert, hieß es dazu seitens der Verwaltung. Es gehe dabei darum, dass langsamer gefahren werde. Zudem seien die Ortsdurchfahrten beleuchtet.
Nur manche Kurven und Linksabbiegerspuren würden noch markiert. Die geltenden Richtlinien sähen sogar vor, dass selbst bei sechs Meter breiten Straßen nur noch die Randstreifen markiert sind. Schließlich gelte das Rechtsfahrgebot für alle Autofahrer.