So sieht berechtigter Stolz aus: Im versprochenen Zeitplan geblieben, offenkundig deutlich unter dem Kostenrahmen liegend und Lob von allen Seiten für die städtische Bauverwaltung, den Planer und die Handwerker. Die Innensanierung der Markgrafenhalle (MGH) ist abgeschlossen und Frank Maes strahlte wie ein Honigkuchen.
Frank Maes war (und ist) beim städtischen Bauamt für das Millionenprojekt MGH-Sanierung federführend und kam bei einer kleinen Feierstunde am Freitagvormittag aus dem eingangs erwähnten Strahlen gar nicht mehr raus. Als ehemaliger Leistungssportler, so Neustadts Bürgermeister Klaus Meier in seinem Grußwort, sei ihm die Generalsanierung der Halle eine „Herzenssache” gewesen, und dass diese nun – pünktlich, wie versprochen – wieder für den Sportbetrieb und alle anderen Zwecke zur Verfügung steht, sei eine außergewöhnliche Leistung von Frank Maes und allen weiteren Beteiligten gewesen.
„Extrem gut” sei die Zusammenarbeit zwischen Planern, städtischem Bauamt und den Handwerkern gelaufen, so Klaus Meier, und erinnerte an die Historie der Sanierung. Den Startschuss sei demnach der erste Zuschussantrag für ein Bundesförderprogramm gewesen, den man im November 2021 gestellt und schon im Januar 2022 die Zusage erhalten hatte. 750.000 Euro steuert der Bund demnach bei, erst 257.000 Euro sind davon bislang ausgezahlt. „Das ist die Krux bei diesen Förderungen: Die werden immer sehr verzögert ausgezahlt”, merkte Meier an. Aufgeteilt habe man die Arbeiten in fünf Bauabschnitte, von denen nunmehr – samt und sonders im Innenbereich – die ersten drei erledigt sind: Heizung und Lüftung, Elektro und Farbgebung, neue Böden und Sanitäranlagen, Wasser und Abwasser, rundum erneuerte Umkleidekabinen und Gänge, Fliesen und Brandschutztüren – die Anforderungen waren gewaltig.
Aktuell beginnen bereits erste Arbeiten im Außenbereich: die Demontage der bisherigen Fassade. Im Februar 2026 sollen dann die Montage der neuen Fassade sowie die Sanierung des Flachdachs starten.
Für Meier besonders bemerkenswert: Sogar die plötzliche Insolvenz der eigentlich mit den Elektroarbeiten beauftragten Firma habe das Projekt nicht aus der Bahn geworfen. Der bei der Ausschreibung Zweitplatzierte – ein Unternehmen aus Diespeck – sei kurzfristig eingesprungen und habe „ganz schnell und mit viel manpower” entscheidend dazu beigetragen, dass der zeitliche Rahmen trotzdem eingehalten werden konnte.
Nach Klaus Meier trat auf Aufforderung von Frank Maes auch noch Fachplaner Markus Munzinger ans Pult. Alles Wesentliche habe zwar schon der Bürgermeister gesagt, aber auch Munzinger bekräftigte, dass die Kooperation mit Stadt und den beauftragten Firmen aus seiner Sicht fast einmalig gut abgelaufen sei. „So viele pragmatische Lösungen”, wie sie das Neustädter Bauamt bei jedem einzelnen Problem gefunden habe, „das habe ich in meiner mittlerweile auch schon 30-jährigen beruflichen Laufbahn noch nicht erlebt”. Und Frank Maes hatte wieder Grund zum Strahlen.
Aus diesem kam er auch beim anschließenden Rundgang nicht heraus. Etliche der eigens eingeladenen Handwerker hatten bislang naturgemäß nur ihren Abschnitt der Arbeiten nach Fertigstellung gesehen und die meisten anderen Bereiche nur als Baustelle erlebt. Jetzt bestand die Möglichkeit, das (fast) abgeschlossene Projekt in seiner Gesamtheit zu sehen und etliche Firmeninhaber dürften sich über das Lob von anderen Beteiligten gefreut haben.
Für die Stadtkasse besonders erfreulich: Auf rund 4,6 Millionen Euro war die Generalsanierung ursprünglich veranschlagt worden, 2,01 Millionen sind bisher verbucht worden und die bis dato bereits vergebenen Aufträge summieren sich auf 3,7 Millionen Euro. Ein paar wenige Auftragsvergaben stehen noch an, aber man darf sich schon jetzt recht sicher sein, dass man in der Abschlussrechnung deutlich unter der Kalkulation liegen wird, ein Fakt, den Markus Munzinger als „cool” bezeichnete und der „gerade bei einem Altbau” keine Selbstverständlichkeit sei. Und Frank Maes? Der strahlte.