Markgraf trifft US-Helikopter: So lief der Independence Day in Ansbach | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt

Markgraf trifft US-Helikopter: So lief der Independence Day in Ansbach

Historiengruppe trifft Hubschrauber: Möglich am Independence Day in Ansbach-Katterbach. (Foto: Wolfgang Grebenhof)
Historiengruppe trifft Hubschrauber: Möglich am Independence Day in Ansbach-Katterbach. (Foto: Wolfgang Grebenhof)
Historiengruppe trifft Hubschrauber: Möglich am Independence Day in Ansbach-Katterbach. (Foto: Wolfgang Grebenhof)

In einem Hangar und auf dem Flugfeld haben rund 2000 Deutsche und Amerikaner den „Independence Day“ oder Unabhängigkeitstag gefeiert. Die Ansbacher US-Garnison hatte die Kasernentore im Stadtteil Katterbach geöffnet. Viele Deutsche nutzten die Gelegenheit, mit den amerikanischen Soldaten und ihren Angehörigen in Kontakt zu kommen.

Erst sehr kurzfristig war am Mittwoch die zweithöchste Terror-Warnstufe „Charlie“ aufgehoben worden, sodass die Feier doch stattfinden konnte. Die Besucher mussten lediglich ihre Personalausweise vorzeigen und wurden beim Eintritt auf das eigentliche Festgelände mit Metalldetektoren abgesucht.

Auf dem Festgelände, dem Hangar 2, wo sonst Hubschrauber gewartet werden, und auf dem Bereich davor, waren zwei Hubschrauber – ein Kampfhubschrauber Apache und ein Transporthubschrauber Chinook – sowie die neu in Ansbach stationierten Flugabwehrsysteme Striker zu sehen. Der Transporthubschrauber konnten auch von innen besichtigt werden.

Dankbar für die Taten der Vorväter

Neben Foodtrucks hatte auch die garnisonseigene Gastronomie für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Mit einem so großen Andrang schienen die Verantwortlichen nicht gerechnet zu haben, denn es bildeten sich teils sehr lange Schlangen vor den Essens- und Getränkeständen.

Der Standortkommandeur Oberst Aaron J. Southard begrüßte die Besucher des Festes und unterstrich, dass die Freiheit, die am Unabhängigkeitstag gefeiert wird, jeden Tag aufs Neue verteidigt werden müsse. Am 4. Juli könnten die USA, so der Oberst, auf 248 Jahre Freiheit zurückblicken. „Wir sind dankbar, wofür unsere Vorväter gekämpft haben“, so Southard. Er wies darauf hin, dass es nicht überall auf der Welt Freiheit gebe, und er erinnerte an den Deutschen Friedrich Wilhelm von Steuben, der für die Unabhängigkeit der USA gekämpft habe. Die Feier stellte Southard unter das Motto „Essen, Trinken, Genießen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Feuerwerk zum Abschluss

Die Band „Hartmann Coswell Projekt“ sorgte mit Pop- und Rocksongs für die Unterhaltung der Besucher. Außerdem wurden verschiedene Spiele angeboten. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden die Feierlichkeiten zum amerikanischen Nationalfeiertag mit einem halbstündigen Hochfeuerwerk beendet.

Die Sprecherin der US-Garnison Ansbach, Gerlinde Hoyle, zeigte sich mit dem Ablauf des Festes sehr zufrieden. Es sei alles friedlich abgelaufen und es herrschte, so die Sprecherin, eine sehr gute Stimmung.

Historiengruppen waren zu Gast

Eingeladen hatte die Garnison neben politischen Repräsentanten aus der Stadt und dem Landkreis auch Historien- und Kostümgruppen. Neben einer zehnköpfigen Delegation des Ansbacher Heimatvereins mit dem Markgrafen und seinem Gefolge waren auch die drei Herrieder Stadtsoldaten und fünf Darsteller des Rothenburger Meistertrunks nach Ansbach-Katterbach gekommen. Die Kostümierten wurden sehr oft fotografiert. Gerlinde Hoyle berichtete auch, dass von den 2000 Besuchern mehr als die Hälfte Deutsche waren.


Von Alexander Biernoth
north