Marek Mintals FCN zu Gast: Lenkersheim jubelt über das 1:12 | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.06.2024 15:11

Marek Mintals FCN zu Gast: Lenkersheim jubelt über das 1:12

Mit Marek Mintal (Mitte) war einer der Fan-Lieblinge aus der 1. FCN-Traditionsmannschaft. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Mit Marek Mintal (Mitte) war einer der Fan-Lieblinge aus der 1. FCN-Traditionsmannschaft. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Mit Marek Mintal (Mitte) war einer der Fan-Lieblinge aus der 1. FCN-Traditionsmannschaft. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

„Marmeladeneimer“ schallt es durch das Lenkersheimer Pappelstadion. Reporterlegende Günter Koch ist bei der Mikrofonprobe. Kommentieren wird Koch im Anschluss das Spiel der All Stars FSV Lenkersheim gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Nürnberg.

Anlass für das Sportereignis am Samstag ist das 75-jährige Bestehen des FSV, das am Wochenende groß gefeiert wurde. Angeführt wurden die „Clubberer“ unter ihrem Trainer Thomas Ziemer von einem der größten Idole der jüngeren Vereinsgeschichte: Marek Mintal. Lenkersheimer Coach ist Volkmar Wolf.

Der „Glubb” gegen Lenkersheim: eine einmalige Gelegenheit

Schon vor Spielbeginn ist die Erwartungshaltung unter den Lenkersheimer Fans groß. „Gewinnen woll mer“, sagt einer. Für viele Fans ist es eine einmalige Gelegenheit, die Mannschaft zu sehen, auch wenn es „nur“ das Traditions-Team ist. Gezeigt wird die Treue zum Club mit Schals, T-Shirts und Mannschaftstrikots. Die reichen von der neuesten Spielkleidung teils zurück bis Mitte der 1990er Jahre.

Lange dauerte es nach dem Anpfiff nicht, bis nach einer schönen Kombination das 1:0 für den Club fiel. Das Spiel nahm Fahrt auf, und trotz der wenig überraschenden Überlegenheit der Gäste kamen auch die Hausherren zu Torchancen. Und dazwischen: immer wieder Anekdoten von Koch. Der knapp 83-jährige gab am 3. April 1977 beim bayerischen Zweitliga-Duell Bayern Hof gegen den FC Augsburg sein Reporterdebüt beim Bayerischen Rundfunk.

Bestens vorbereitet mit Spickzetteln über die Lenkersheimer war es ein Vergnügen, Koch zuzuhören. Zu Peter Lutz stand beispielsweise zu lesen, dass seine Stärken im Spielverständnis lägen und er sehr ehrgeizig ist. Die Schwäche: Er ist Bayern-Fan. Einer der FSV-Spieler „hat die Fußballgene an seinen Sohn weitergegeben“, ein anderer sei aufgrund seiner Sehschwäche „blind wie ein Maulwurf“, so die Angaben seiner Spielerkollegen gegenüber Koch.

Immerhin über ein Tor durften die Gelben jubeln

Die Lenkersheimer Anhängerschar durfte, nachdem es zwischenzeitlich 0:5 stand, zum ersten und einzigen Mal jubeln. Getroffen hatte der „Zenngrund-Maradona“ mit der Nummer 7, Hermann Schäff. Als letzter Mann war Nürnbergs Torhüter Tobias Fuchs bereits geschlagen bei Schäffs Schuss, noch vor der Halbzeit sah auch die Abwehr nicht gut aus und kam zwei, drei Schritte zu spät. Grund genug, um in der Pause im Nürnberger Spielerkreis noch mal zu diskutieren.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste – Tore fielen nur auf der Lenkersheimer Seite, Sturm und Mittelfeld der Nürnberger durften sich bis zum Endstand 1:12 teils mehrfach in die Torschützenliste eintragen. Der Freude tat dies keinen Abbruch, das Spiel war beste Unterhaltung. Dass die Clubberer für Autogramme und Fotos bereitstanden, war ein weiteres Highlight.


Von Hans-Bernd Glanz
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