Rothenburg kommt nicht mehr aus dem Feiern heraus. Verursacht hat das König Rudolf von Habsburg 1274 mit der Verleihung einer Urkunde. Der Stadt beschert das heuer – 750 Jahre später – einen historischen Partymarathon, der am Wochenende kulminiert. Zum Auftakt schaute am Freitagabend auch der Ministerpräsident vorbei.
Zu eröffnen waren die Reichsstadt-Festtage. Die gibt es zwar alle zwölf Monate. 2024 fallen sie aber größer und opulenter aus als je zuvor, denn das Format besteht seit exakt 50 Jahren. Eingeführt worden war es 1974, als sich zum 700. Mal jener Vorgang jährte, der Rothenburg zur Reichsstadt machte: der Empfang der von König Rudolf von Habsburg zugesicherten Freiheitsprivilegien.
Das Fest ging in Serie und hat nun selber einen runden Geburtstag, was sich in der Programm-Zusammenstellung widerspiegelt. Wie bei dieser Veranstaltung üblich, werden am Samstag und am Sonntag etliche historische Gruppen an der Stadtmauer, auf den Plätzen und in den Gassen mit ihren Vorführungen die Reichsstadt-Zeit Rothenburgs erlebbar machen.
Und dann sind da noch einige Jubiläumszugaben, darunter spektakuläre Fechtvorführungen am Marktplatz, ein Händlermarkt in der Galgengasse und eine große Gefechtsdarstellung mit 200 Mitwirkenden am Sonntagnachmittag unten im Taubertal.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder geriet ins Schwärmen. „In Rothenburg wird alles wahr, was man an Träumen haben kann. Heute Abend ist Rothenburg in jedem Fall die Hauptstadt Bayerns“, sagte er.