Magdalena Pfoser ist die neue Dinkelsbühler Kinderlore | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.03.2024 13:25

Magdalena Pfoser ist die neue Dinkelsbühler Kinderlore

Magdalena Pfoser ist die neue Kinderlore der Dinkelsbühler Kinderzeche. Sie wurde am Sonntag nach einem Vorsprechen gewählt. (Foto: Martina Haas)
Magdalena Pfoser ist die neue Kinderlore der Dinkelsbühler Kinderzeche. Sie wurde am Sonntag nach einem Vorsprechen gewählt. (Foto: Martina Haas)
Magdalena Pfoser ist die neue Kinderlore der Dinkelsbühler Kinderzeche. Sie wurde am Sonntag nach einem Vorsprechen gewählt. (Foto: Martina Haas)

Für Magdalena Pfoser geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Sie ist die neue Kinderlore des Historischen Festspiels „Die Kinderzeche”. Die 14-Jährige wurde am Sonntag vom Rollenbesetzungsausschuss aus insgesamt elf Bewerberinnen gewählt.

So viele Interessentinnen für „das“ Gesicht der Kinderzeche gab es schon lange nicht mehr, freute sich Andreas Mack vom Festspielvorstand. Alle hatten sich seit Anfang des Jahres auf das Vorsprechen vorbereitet. Es galt, den Monolog der Kinderlore mit Gebet zu lernen und vorzutragen – immerhin drei DIN A4-Seiten.

Magdalena Pfoser hatte in den vergangenen Wochen den Text intensiv studiert, wie sie nach ihrer Wahl berichtete. Die Freude war ihr anzumerken, geht für sie mit ihrer Wahl ein Kindheitstraum in Erfüllung. Bereits als Vierjährige habe sie die Rolle der Kinderlore nachgespielt. „Es gibt sogar ein Foto von mir, auf dem ich auf Knien um Gnade für die Stadt flehe“, erzählt sie.

Die 14-Jährige besucht in Ellwangen die neunte Jahrgangsstufe des St.-Gertrudis-Gymnasiums. Ihre Lieblingsfächher sind Deutsch, Naturwissenschaft und Technik sowie Geschichte, sagt Magdalena Pfoser. In ihrer Freizeit tanzt sie Ballett, singt im Chor, liest viel und backt gerne. Außerdem ist sie aktive Ministrantin in der katholischen Pfarrei St. Georg Dinkelsbühl.

Im Dinkelsbühler Heimatfest ist sie seit ihrem vierten Lebensjahr aktiv. Sie begann in der Loregruppe, tanzte im Lore-, Schäfer- und Guckenreigen und hat auch schon bei der Torwächtergruppe ausgeholfen. An der Kinderzeche gefällt ihr das Gemeinschaftsgefühl.

Ziemlich nervös und früh aufgewacht

Ziemlich nervös sei sie gewesen, als sie früher als sonst an einem Sonntag aufwachte, nämlich um 7 Uhr. Die Zeit bis zum Vorsprechen habe sie genutzt, um den Monolog noch einmal zu proben. Damit die Aussprache der Vokale deutlich wird, habe sie den Tipp befolgt, mit einem Bleistift zwischen den Lippen zu sprechen.

Die Bewerberinnen waren während der Wartezeit im Zeughaus von den erfahrenen Loren Nele Görgler und Kristin Brandner betreut worden. Brandner hatte im vergangenen Jahr ihren letzten Einsatz, denn die Amtszeit einer Kinderlore beträgt zwei Jahre.

Wer zum Vorsprechen ins Zeughaus kommen wird, weiß der Rollenbesetzungsausschuss vorher nicht. Anschließend gibt es auch keine Aussprache der Mitglieder. Es wird geheim abgestimmt. Am Ende zählt die einfache Mehrheit.

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